Demut, die sich in Jesu Tod zeigt

Speaker :   Zac Poonen Categories: :   Uncategorized

Transcript of 34 Humility In Jesus Death

Heute werden wir uns etwas mehr von der Demut Jesu Christi anschauen, die für uns ein Vorbild ist, dem wir nachfolgen sollen. Es ist wichtig, dass wir diesem Vorbild folgen, weil Gott sagt, dass er nur den Demütigen seine Gnade gibt.

Am Abend bevor er gekreuzigt wurde, als er ihre Füße wusch, sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Ihr nennt mich Herr und Meister" - Johannes, Kapitel 13 - und ich habe eure Füße gewaschen. Ihr müsst füreinander dasselbe tun." Was bedeutet das? Viele Leute glaubten, das bedeute, dass wir alle ein Becken mit Wasser nehmen und einander die Füße waschen sollten - sogar wenn unsere Füße von Socken und Schuhen bedeckt und nicht schmutzig sind. Das wird dann ein bedeutungsloses Ritual. Was genau tat Jesus, als er diese Wasserschüssel nahm? Wenn all diese Jünger Socken und Schuhe getragen hätten, wie wir sie heute tragen, besonders in kälteren Klimaregionen, dann hätte es überhaupt keinen Bedarf gegeben, ihre Füße zu waschen. Warum wusch er ihr Füße? Es war kein religiöses Ritual, das er absolvierte. Es war ein Akt der Notwendigkeit, wo er den Bedarf sah, für seine Jünger einen schmutzigen Job zu erledigen. Und er tat es. Er sagte also: „Ich habe euch ein Beispiel gegeben. Ich, der Herr und Meister habe euch allen die Füße gewaschen, daher sollt ihr euch auch untereinander die Füße waschen, weil ich euch ein Beispiel gegeben habe" - siehe Johannes 13,15 -, „damit ihr tut, wie ich euch getan habe". Wir stellen uns die Frage, was genau Jesus für die Apostel getan hat. Wir könnten in einem Satz sagen, dass er ihr physisches Bedürfnis stillte, indem er eine schmutzige Arbeit für sie verrichtete. Was hat er uns also aufgetragen? Er trug uns auf, bereit zu sein, schmutzige Arbeiten füreinander zu verrichten, wo immer eine solche Notwendigkeit dafür besteht, und nicht bloß durch ein Ritual zu gehen. Wenn du beispielsweise in einer Versammlungshalle bist, wäre der Weg, wie du die Füße der Geschwister wäschst, vielleicht der, hinzugehen und die Toilette zu putzen, damit sie sauber gehalten wird. Das würde heute dem Waschen der Füße entsprechen.

Es ist eine Frage, ein bestimmtes Bedürfnis zu sehen und es dann zu stillen. Und was Jesus dort tat, indem er das Becken mit Wasser nahm und ihre Füße wusch, war für sein ganzes Leben typisch. Sein ganzes Leben, so glaube ich, war er ein Diener aller Menschen. Uns wird nicht gesagt, wie er 30 Jahre lang in Nazareth gelebt hat, aber ich kann mir vorstellen, wie er gelebt hat. Er muss gelebt haben, um anderen zu dienen. Er diente seinen jüngeren Brüdern und jüngeren Schwestern. Er diente Maria. Er diente anderen in der Nachbarschaft. Er war bereit, jegliche Aufgabe für jedermann zu erledigen. Er sah ein Bedürfnis und war schnell dabei, es zu erfüllen. Hier sehen wir seine Demut. Und hier sehen wir, wie der Mensch nach Gottes Willen leben sollte. Mein lieber Freund, das ist die Art und Weise, wie Gott möchte, dass du lebst. Und wenn du dies sehen und die Herrlichkeit Jesu sehen kannst, kann dein Leben verwandelt werden. Mach dir keine Sorgen, wenn andere Christen in deiner Umgebung nicht so leben. Richte sie nicht. Mäkle nicht an ihnen herum. Das ist nicht unsere Sache. Gott ist der Richter aller Menschen. Wir brauchen niemanden zu richten. Aber, du kannst so (wie Jesus) sein, nicht wahr? Wie glücklich wirst du sein, sagte Jesus in Johannes 13,17 - nachdem er über die Bereitschaft gesprochen hatte, einander die Füße zu waschen - und es dann tatsächlich zu tun: „Wenn ihr dies wisst - selig seid ihr, wenn ihr's tut." Und nicht, wenn ihr bloß darüber nachdenkt.

Die Lebensweise, die Jesus demonstrierte, war der Weg höchsten Glücks. Du bist nicht glücklich, wenn du wie ein großer Maharadscha oder wie ein Herr auf deinem Thron sitzt und andere Menschen dir dienen lässt. Wenn du wirklich glücklich sein möchtest, dann sei ein Diener. Jesus assoziierte sich sehr eng mit der niedrigsten Gesellschaftsschicht seiner Zeit. Er bewegte sich unter ihnen als Gleichrangiger. Habt ihr Fischer an der Küste Indiens gesehen? Du gehst zu einer Reihe von Orten entlang der Küste und kannst diese Fischer sehen. Auf welcher gesellschaftlichen Ebene leben sie? Sie werden verachtet, weil sie zu der niedrigsten Gesellschaftsschicht gehören; ich rede nicht von jenen reichen Fischern, die in Schleppern oder Motorbooten auf das Meer hinausfahren. Nein, ich rede von Menschen, die ihr Netz ins Meer werfen und Fische fangen. Petrus, Jakobus und Johannes waren solche Menschen. Wenn du wissen möchtest, wem sie ähnlich waren, dann geh hin und schau dir dieser Fischer an, die ihre Netze in das Meer werfen, die in ihren kleinen Booten hinausfahren. Jesus assoziierte sich mit ihnen. Und nicht nur mit Menschen, die einer niedrigeren Gesellschaftsschicht angehörten, sondern auch mit denen, die auf einer niedrigeren moralischen Ebene waren - mit Prostituierten, Säufern und Betrügern. Er war sündenlos und vollkommen, und doch mischte er sich unter sie. Er hatte keine Angst vor Menschen, die ihn in Verruf brachten, indem sie sagten, dass er ein Freund der Sünder war. Und er gab niemals Anlass, dass sich ein einziger Sünder auf Grund seiner perfekten Heiligkeit peinlich fühlte. Ein Kennzeichen eines demütigen Menschen besteht darin, dass er dich niemals peinlich aussehen lässt. Er lässt dich in seiner Gegenwart stets angenehm aussehen, obwohl er heilig ist. So hat Jesus gelebt. Die Pharisäer waren nicht so. Sie waren so hart. Sie ließen niemand an sich heran, weil sie sich selbst für so heilig hielten. Aber Jesus war nicht so. Er mischte sich mit der niedrigsten Schicht der Menschen und bewirkte, dass sie sich zuhause fühlten. In der Tat, er bewegte sich mit seinen Jüngern so frei, dass Petrus ihn manchmal zurechtwies und sich frei fühlte, ihm Rat zu geben. Kannst du dir das vorstellen? Die Jünger fühlten sich frei, ihm Rat zu geben: „Herr, wir meinen, du solltest dies oder jenes tun."

Wie steht es heute mit einer Menge von christlichen Leitern? Siehst du, dass sie sich auf diese Weise unter Leute mischen? Nein, das Christentum hat unserem Land keine Demonstration davon gegeben, wie Jesus auf Erden gelebt hat. Wir haben versagt. Wir müssen das anerkennen. Kümmere dich nicht um andere. Du, der du diese Sendung hörst, du kannst das Leben Jesu in deinem eigenen Leben, an deinem Wohnort, darstellen. Und wenn jeder von uns dies nach und nach tut, wird unser Land erneut in der Lage sein, das wahre Christentum zu sehen - demonstriert von Menschen, die wie Jesus leben. Betrachte die Demut Jesu im geistlichen Bereich. Im Garten Gethsemane stand er unter enormen Druck. Die Bibel sagt in Matthäus 26,38, dass Jesus bis zum Tode betrübt war. Und was tat er in einer solchen Zeit? Er agierte nicht so, als ob er selbstgenügsam wäre, als ob er niemandes Hilfe benötigte. Er rief Petrus, Jakobus und Johannes herbei und sagte: „Betet mit mir."

Denke daran, jemanden zu bitten, mit dir zu beten. Ein stolzer Mensch wird nie jemanden bitten, mit ihm zu beten. Er sagt: „Ich brauche dein Gebet nicht, ich bin okay." Aber Jesus, der Sohn Gottes, der ein solch vollkommenes Leben führte, bat diese einfachen, dummen, törichten Jünger, die so viele Schwächen hatten, und sagte zu ihnen: „Würdet ihr bitte kommen und mit mir beten, weil ich unter enormen Druck bin?" Jesus war sich seiner Schwachheit als Mensch bewusst und er suchte die Gemeinschaft seiner Jünger im Gebet. Tust du das auch? Oder bist du selbstgenügsam und unabhängig? Siehst du, mein lieber Freund, wie weit wir von der Demut Jesu entfernt sind? Der Grund dafür ist, dass wir nicht ehrlich sind, anzuerkennen, dass wir nichts sind, dass sich Gottes Macht nicht durch unser Leben offenbar machen kann. Weißt du, warum sich Gottes Macht im Leben Jesu auf eine solch fantastische Weise manifestiert hat? Weil er anerkannte, dass er nichts ist. Er lebte einfach vor seinem Vater als nichts, und der Vater konnte all seine Macht durch Christus manifestieren.

Es gibt nur zwei Geister, die in der Welt operieren - der eine geht nach oben, der andere nach unten. Nach oben in dem Sinne, dass man sich im Stolz erhöht. Nach unten in dem Sinne, dass man sich demütigt - der Geist Luzifers und der Geist Christi. Und diese Geister wirken überall. Sie operieren auch im Christentun. Man findet sie sogar in christlichen Organisationen und christlichen Kirchen. Christen versuchen, andere nach unten zu drücken, andere als Sprungbrett zu benutzen, um auf immer höhere Positionen zu klettern. Und welcher Geist ist das? Ist das der Geist Christi? Nein, es ist der Geist Luzifers. Es ist der Geist Satans, der in Kirchen und christlichen Organisationen operiert. Ist das nicht traurig? Jesus Christus kam mit einem anderen Geist - einer Gesinnung, sich selbst zu demütigen, nach unten zu gehen. Ich möchte dir sagen, dass dies der Weg ist, woran man einen wahren Jünger Jesu erkennt. Er hat überhaupt kein Verlangen, nach oben zu gehen oder groß zu werden, sei es in der christlichen Kirche oder in der Welt. Er möchte bloß nach unten gehen. Er möchte andere segnen. Er möchte sich über keine einzige Person irgendwo selbst erhöhen.

Schließlich sehen wir, wie im Tode Jesu seine Demut zum vollkommenen Ziel kommt. Zur Perfektion, denn im Tode und im Gerichtsverfahren Jesu widerfuhr ihm niemals Gerechtigkeit. Er wurde gedemütigt, ausgelacht, verspottet, misshandelt und zum Abschaum der Welt gemacht. Dort siehst du seine Demut, dass er nie die Engel zu Hilfe rief. Er hätte mit einem Wort 72.000 Engel herbeirufen können. Warum tat er es nicht? Nein, er demütigte sich selbst. Er hat nie Dinge an sich gerissen. Sein ganzes Leben lang hatte er seine Handflächen offen, um anderen zu geben. Und schließlich öffnete er seine Handflächen, um am Kreuz die Nägel zu empfangen. Das ist der Weg, den Jesus wandelte, und das ist die Art und Weise, wie du und ich nach Gottes Willen leben sollten - mit offenen Handflächen, nicht mit einer geballten Faust, um mit anderen zu kämpfen. Nein, sondern mit einer offenen Hand, um deine Rechte aufzugeben. Nicht, um andere zu richten - überlass das Richten Gott. Jesus sagte einmal in Johannes 8,15: „Ich richte niemand." Er unterstellte sich dem erniedrigenden Tod, den sein Vater für ihn geplant hatte. Es machte ihm nichts aus, wie er getötet wurde. Er akzeptierte es. Er war gehorsam bis zum Tode.

Mein lieber Freund, das ist der wahre Jesus der Heiligen Schrift. Er wurde nicht so wie viele heutige Evangelisten als eine berühmte Persönlichkeit oder als ein Filmstar geehrt. Leute wiesen ihn zurück, sie verachteten ihn und nagelten ihn an ein Kreuz. Das ist wahres Christentum. Es ist keine populäre Sache. Die Bibel sagt: „Denn was hoch ist bei den Menschen, das ist ein Gräuel vor Gott." Schauen wir auf Jesus und gehen wir den Weg nach unten, den er beschritt.


(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
Buße
Zac Poonen
(Now Playing)
Glaube
Zac Poonen
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
Tote Werke
Zac Poonen
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
Gesetz und Gnade
Zac Poonen
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
Gott alles geben
Zac Poonen
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
Heuchelei
Zac Poonen
(Now Playing)
Stolz
Zac Poonen
(Now Playing)
Selbstsucht
Zac Poonen
(Now Playing)
Hass
Zac Poonen
(Now Playing)
Unglaube
Zac Poonen
(Now Playing)
(Now Playing)
Lügen
Zac Poonen
(Now Playing)
(Now Playing)
Zorn
Zac Poonen
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)
(Now Playing)