Buße

Speaker :   Zac Poonen Categories: :   Uncategorized

Transcript of 07 Repentance

Buße bedeutet eine Kehrtwende in unserem Leben. Das ist es, was uns hilft, uns Gott zuzuwenden. Gott muss sehen, dass ein Mensch sich für ihn entscheidet, bevor er ihm seine Sünden vergeben kann. Gott zwingt niemanden, etwas anzunehmen, was er nicht haben möchte. Gott hat dir einen freien Willen gegeben. Wenn du nicht willst, was er dir anbietet, dann wird er es dir nicht aufdrängen. Die Bibel sagt, dass Jesus vor der Tür deines Herzens steht und anklopft. Er wartet auf dich, dass du ihm die Tür öffnest, weil er ein Gentleman ist. Er wird dich niemals zwingen, etwas zu tun, was du nicht willst. Er möchte, dass du auf seine Einladung antwortest. Mit Christus vereint zu werden ist so etwas wie eine Ehe. Hier ist ein Mann, der zum Mädchen sagt: „Ja, ich bin bereit, dich zu heiraten", aber die Ehe ist nicht vollständig, bis auch das Mädchen sagt: „Ich bin auch bereit, dich zu heiraten." Erst wenn beide ihre Bereitschaft dazu ausdrücken, findet die Eheschließung statt. Nun mag ein Mann gesagt haben: „Ich möchte dich heiraten", und er mag noch fünf Jahre warten müssen, bis auch das Mädchen „Ja" sagt. So ist es auch mit Gott. Er sagt „Ja" zu dir - „ich möchte mit dir vereint werden. Ich möchte dir deine Sünden vergeben. Ich möchte kommen und in deinem Herzen wohnen. Ich möchte dein Leben verändern. Ich möchte dich segnen. Ich möchte dich von deinen schlechten Gewohnheiten befreien." Aber er wird es solange nicht tun, bis du „Ja" sagst. Er wird sich selbst nicht in eine Ehe mit dir zwingen, wenn du nicht interessiert bist. Das ist der Grund, warum so viele Menschen auf der Welt ohne Gott leben.

Wir sehen heute in der Welt viele Leute, die mit Religion leben. Mit Religion zu leben ist nicht dasselbe wie mit Gott zu leben. Es gibt einen gewaltigen Unterschied. Es gibt so viele Religionen einschließlich der christlichen Religion. Menschen haben gewöhnlich eine Religion, weil sie in sie hineingeboren wurden. Sie werden in eine bestimmte Familie hineingeboren und sie gehen daher zu einer bestimmten Anbetungsstätte. Aber es gibt einen großen Unterschied zwischen dem oder ob man mit der Person Gottes vereint ist. Jesus Christus kam nicht, um eine neue Religion zu beginnen. Nein, das ist ein Missverständnis. Jesus Christus kam nicht, um uns zu lehren, durch viele Rituale und jeden Sonntag in die Kirche zu gehen. Nein, er kam in erster Linie, um uns in eine Beziehung mit Gott als unserem Vater zu bringen; in eine persönliche Beziehung mit ihm, in eine Ehebeziehung, wie ich sagte. Er hat bereits „Ja" gesagt, als er am Kreuz für dich starb und von den Toten auferstand. Nun wartet er auf dich, dass du ihm eine Antwort gibst, genauso wie auch das Mädchen „Ja" sagen soll. Und in dem Moment, wo du „Ja" sagst, ist die Ehe besiegelt. Du bist für immer mit ihm vereint. Aber damit das geschehen kann, musst du „Buße tun", wie es die Bibel nennt, und „Buße tun" ist ein sehr einfaches Wort, das einfach „kehrtmachen, umkehren", bedeutet.

Wenn du einmal eine Militärparade gesehen hast, dann hast du den Leiter dieser Parade vielleicht „Kehrt euch!" sagen hören. Wenn dieser Befehl gegeben wird, drehen sich alle Soldaten um 180 Grad in die entgegengesetzte Richtung um, in der sie zuvor waren. Das ist eine Kehrtwendung, und das bedeutet Buße im Wesentlichen. Wir werden mit unserem Rücken Gott zugewandt geboren. Wir sind nicht wirklich an Gott interessiert. Die Bibel sagt, dass niemand auf der Welt nach Gott fragt und ihn sucht. Viele Menschen sind religiös, aber nach Gott zu suchen ist etwas ganz anderes als religiös zu sein. Von Geburt an suchen wir unseren eigenen Vorteil und Gewinn und sogar Menschen, die religiös sind, suchen ihren eigenen Vorteil und Gewinn. Denke an all die Menschen, die zu verschiedenen Wallfahrtsorten pilgern. Aus welchem Grunde gehen sie dorthin? Sie gehen dorthin, um irgendeinen Vorteil für sich selbst zu erlangen. Und hier sehen wir, dass es wirklich Selbstsucht ist - sie unterscheiden sich nicht von einem nicht-religiösen Geschäftsmann, der ebenfalls sein eigenes Interesse sucht, wenn er auf dem Markt Geld verdienen möchte. Mich Gott zuzuwenden bedeutet, mich davon abzuwenden, in meinem Leben nur nach meinem eigenen Willen zu trachten. Es bedeutet zu sagen: „Herr, ich möchte mich von allem was dich entehrt und dir missfällt, abwenden. Ich möchte umkehren und dir mein Angesicht zuwenden. Bis jetzt war dir mein Rücken zugewandt, und mein Gesicht war der Welt, war sündigen Vergnügungen zugewandt. Ich habe meinen eigenen Willen durchgesetzt und hatte Gefallen an mir selbst. Nun möchte ich mich umdrehen und all diesen Dingen meinen Rücken zukehren, dir mein Angesicht zuwenden und danach trachten, dir zu gefallen."

Die Bibel nennt Buße in 1. Thessalonicher 1,9 eine „Abkehr von den Götzen hin zu Gott". Wenn wir etwas anderes als den wahren Gott anbeten - es könnte Geld oder mein eigenes Ich, es könnte eine sündige Gewohnheit sein -, dann wird das in unserem Leben wie ein Götze. Und das bringt mich von Gott ab. Das wird mein Gott - die Sache, die in meinen Gedanken an erster Stelle steht. Und Buße bedeutet, sich von all diesen Dingen abzuwenden und sich dem wahren Gott zuzuwenden. Es mag ein hübsches Mädchen sein, das du liebst, welches dein Götze sein könnte; das in deinem Leben wie Gott sein könnte, das so viel Zeit einnimmt. Es könnte Geld sein; es könnte deine Arbeit sein; es könnte dein Haus sein; es könnte dein Auto sein; es könnte irgendetwas sein. Aber wenn du nicht bereit bist, dich von der Anbetung dieser Dinge abzuwenden und zu sagen: „Gott, Schöpfer des Himmels und der Erde, mein Schöpfer, ich möchte, dass du in meinem Leben an erster Stelle stehst." Das ist Buße - umzukehren und Gott zum Mittelpunkt unseres Lebens zu machen.

Sehr oft ist es für uns leicht, uns selbst zu täuschen. Wir können denken, dass wir Buße getan haben, weil wir diese Worte gesagt haben. Aber die Bibel sagt, dass wir Früchte bringen müssen, die mit unserer Buße in Einklang stehen. Und wie beweisen wir, dass wir uns wirklich von unserem alten Lebensweg abgewandt haben? Ein Beweis würde folgender sein: Wenn du in der Vergangenheit von jemandem Geld gestohlen hast, wenn du die Regierung um Steuern betrogen hast, dann wirst du das Geld zurückgeben, wenn du dafür Buße getan hast. Du wirst zu dieser Person hingehen und sagen: „Es tut mir leid. Ich habe von dir Geld gestohlen. Vielleicht hast du nichts davon gewusst, es geschah vor ein paar Jahren. Hier ist das Geld samt Zinsen, das ich dir zurückgebe." Wenn du die Regierung um Steuern betrogen hast, würde das bedeuten, dass du das Geld an die Regierung zurückzahlst. Wenn du in Zügen ohne Fahrkarte gefahren bist, würde das bedeuten, dieses Geld an die Bahn zurückzuzahlen. Dann wäre das ein Beweis dafür, dass es dir mit deiner Buße ernst ist. Sonst würden es nur bloße Worte sein. Viele Menschen wenden sich mit leeren Worten Gott zu. Es gibt in der Bibel einen Vers, wo Gott sagt: „Diese Menschen nahen sich mir mit ihren Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir. Und ihr Gottesdienst ist eine bloße Tradition." So ist es mit den meisten religiösen Menschen in der Welt; ihre Religion verursacht ihnen nie irgendeine Unannehmlichkeit. Weißt du, wie unbequem es ist, zurückzugehen und Geld zurückzuzahlen, das du von jemandem unrechtmäßig genommen hast? Es ist demütigend, aber das ist der Beweis, dass du diesen alten Lebensweg wirklich aufgeben möchtest. Es bedeutet auch, dass du, wenn du gegenüber jemandem die Beherrschung verloren und jemanden angeschrien oder in Verruf gebracht hast, dass du zu dieser Person hingehen und sagen würdest: „Meine Tat tut mir leid. Das war mein Fehler, bitte vergib mir." Das sind bloß ein paar Worte. Es braucht nur 15 Sekunden, um das zu jemandem zu sagen. Aber du wirst feststellen, dass es für dich so schwierig ist, dies zu tun.

Warum ist es so schwierig, diese 10 oder 15 Worte zu jemandem zu sagen? Wegen unseres Stolzes. Wir sind so stolz, und das ist der Grund, warum sich viele Menschen nicht Gott zuwenden können. Christus ist für unsere Sünden gestorben, aber wir müssen uns ihm zuwenden, um diese Vergebung zu empfangen. Wir müssen uns von diesem alten Lebensweg, den wir gewählt haben, abwenden. Wir müssen sagen: „Herr, ich möchte annehmen, was du gibst." Dafür muss ich Buße tun - umkehren. Sonst, wenn ich zu Gott bloß mit meinen Worten sage, dass es mir leidtut, und ich nicht willig bin, das Unrecht, das ich anderen Menschen angetan habe, in Ordnung zu bringen, würde das nur bedeuten, dass es mir nicht wirklich ernst damit ist, mich von meinem alten Lebensweg abzuwenden. Es würde bedeuten, dass ich von Gott eine billige Vergebung haben möchte. Weißt du, dass Vergebung nicht billig war? Gott musste seinen Sohn Jesus Christus auf die Erde senden, um zu sterben. Er musste all das Leiden durchmachen, um unsere Vergebung zu erkaufen. Und wenn du Vergebung billig haben möchtest; wenn du deine Sünde vor Menschen nicht einmal anerkennen und gegenüber dieser Person das Unrecht, das du getan hast, nicht bekennen möchtest, dann kannst du diese Vergebung nicht empfangen.

Und daher bedeutet Buße, dass ich die Schuld, Dinge statt Gott anzubeten, anerkenne. Ich muss zu Gott kommen und sagen: „Herr, du allein bist würdig, angebetet zu werden. Du, den ich nicht mit meinen Augen sehen kann - der unsichtbare Schöpfer des Universums -, du bist der Einzige, der der Anbetung würdig ist. Es tut mir leid, dass ich mein Leben damit verbracht habe, geschaffene Dinge anzubeten. Ich möchte mich jetzt dir zuwenden."

Buße bedeutet nicht, dass du deine Arbeit aufgeben und ein Einsiedler werden oder die Familie oder sonst etwas aufgeben musst. Es bedeutet nicht so sehr, irdische Dinge aufzugeben, sondern vielmehr eine Bindung an irdische Dinge aufzugeben. Das ist ein großer Unterschied. Gott mag dir immer noch erlauben, dein eigenes Haus, deine Arbeit, deine Familie zu haben, aber hänge nicht an ihnen, mache sie nicht zu deinem Gott. In der Tat, es zerstört dich, wenn du diese Dinge zu deinem Gott machst. Es ist keine Sünde, die Bequemlichkeiten, die uns die moderne Zivilisation bietet, zu benutzen, aber es ist eine Sünde, diese Bequemlichkeiten mehr als Gott zu lieben. Gott hat unseren Körper auf eine solche Weise geschaffen, dass wir den Genuss von Essen, Schlaf und vieler solcher Dinge erleben können. Es ist nichts Falsches dabei, diese Freuden zu genießen. Aber wenn diese Dinge wichtiger als Gott werden, dann werden diese Dinge in unserem Leben zu einem Götzen.

Noch etwas anderes: Wenn wir anderen nicht vergeben, sagte Jesus dann wird uns unser himmlischer Vater auch nicht vergeben. Das ist also ein weiterer Punkt, den wir beachten müssen. Wenn wir wirklich Buße getan haben, werden wir jeder einzelnen Person vergeben, die uns Schaden zugefügt hat, genauso wie Gott, unser himmlischer Vater, uns vergeben hat.


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