Gesetz und Gnade

Speaker :   Zac Poonen Categories: :   Uncategorized

Transcript of 21 Law And Grace

Wir möchten unser Studium fortsetzen und versuchen, den Unterschied zwischen dem alten und dem neuen Bund, den Unterschied zwischen Gesetz und Gnade, zu verstehen. Das ist so wichtig - denn wenn wir den Unterschied nicht kennen, werden wir auf dem niedrigen Niveau leben, auf dem viele alttestamentliche Menschen lebten. Gott möchte uns höher hinaufführen.

Wir möchten uns heute einen Vers in Römer 6 anschauen, der, wie ich meine, kurz zusammengefasst den wesentlichen Unterschied zwischen dem alten und dem neuen Bund auf den Punkt bringt. Dort lesen wir im Römer 6, 14: „Denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch, weil ihr ja nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade." Das Wort „Gesetz" symbolisiert hier den alten Bund und Gottes Vereinbarung mit Israel, und die Bedingungen dieses Bundes sind alle in diesem einen Wort „Gesetz" eingeschlossen. Und „Gnade" fasst in einem Wort Gottes neue Vereinbarung durch den Herrn Jesus Christus zusammen, und all die Bedingungen dieser neuen Vereinbarung. Und hier heißt es, dass man entweder unter dem Gesetz oder unter der Gnade sein kann. Und der Beweis ist folgender: Wenn du nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade bist, kann dich die Sünde nicht beherrschen. Wir könnten es auch anders ausdrücken: Wenn du dagegen nicht unter der Gnade, sondern unter dem Gesetz bist, dann wird die Sünde über dich herrschen.

So besteht letztendlich die Methode, um herauszufinden, ob wir unter dem Gesetz oder unter der Gnade sind, nicht darin, indem wir uns prüfen, ob wir in Bezug auf eine Menge von Vorschriften und Regeln legalistisch sind, sondern in einem viel tieferem Test: Herrscht die Sünde über dich? Oder herrschst du über die Sünde?

Das ist eine sehr wichtige Frage, weil viele Menschen den Unterschied zwischen dem, wozu Jesus kam und uns gab, und wozu Mose kam und unter dem alten Bund gab, nicht verstehen. Wenn ich dir eine einfache Frage stellte: „Wer ist größer, Mose oder unser Herr Jesus Christus?", dann ist das klar. Mose ist der Diener [Knecht] und Jesus ist der Meister. Es ist so klar, dass Jesus viel größer als Mose ist.

Da du dies klar verstehst, möchte ich dir sagen, dass der Bund oder die Vereinbarung, die Gott durch Mose als Mittler mit Israel schloss, gegenüber dem neuen Bund, den Gott durch Jesus als Mittler schloss, genauso viel niedriger war, wie Mose niedriger als Jesus war. Die Folgerung davon ist, dass wenn Mose und das Gesetz die Menschen im Alten Testament zu einem gewissen Standard des Lebens bringen konnten, dann sollten Jesus und der neue Bund sie wozu bringen - zu einem höheren oder gleichem Standard? Natürlich wirst du sagen, es muss ein höherer Standard sein. Es wäre so wie der Vergleich zwischen gehen und fliegen, zwischen einem Fahrrad und einem Flugzeug. Ich meine, dass es einen großen Unterschied zwischen einem Fahrrad und einem Flugzeug gibt, in Bezug auf die Geschwindigkeit und die Fähigkeit, sich von einem Ort zum anderen zu bewegen. Wenn du ein Fahrrad mit einem Flugzeug vergleichen kannst, dann siehst du dort den Unterschied zwischen dem alten und dem neuen Bund. Auch der alte Bund konnte dich von einem Ort zum anderen bringen, so wie es ein Fahrrad tun kann. Der neue Bund kann dich wie ein Flugzeug von einem Ort zum anderen bringen, und es gibt einen himmelweiten Unterschied zwischen den beiden. Der alte Bund konnte einen Menschen zu einem gewissen Grad der Gemeinschaft mit Gott bringen, aber nicht darüber hinaus. In der alttestamentlichen Stiftshütte veranschaulichte das Gott, indem er zwischen dem Heiligen und dem Allerheiligsten einen dicken Vorhang einzog, und den Israeliten sagte, dass niemand in das Allerheiligste kommen kann, dieser Vorhang hält euch davon ab. Ihr könnt so weit kommen, aber nicht weiter. Und wie ihr wisst, lebte Gott selbst hinter diesem Vorhang in diesem Tempel - dem alttestamentlichen Tempel. Niemand konnte dort hineingehen. Sogar der Hohepriester konnte nur einmal im Jahr dort hineingehen, und das war nur als ein Zeichen. Aber niemand konnte dort hineingehen, wann immer er wollte. Aber als Jesus auf Golgatha starb, wurde dieser Vorhang von oben nach unten zerrissen, was zeigte, dass der Weg in Gottes Gegenwart jetzt offen war. Daher möchte ich dir die Frage stellen: Jetzt, da der Vorhang zerrissen und der Weg in das Allerheiligste, in Gottes Gegenwart, offen ist: Sollte unser Standard des Lebens höher oder niedriger sein, als die Leute im Alten Testament ihn hatten? Die Antwort ist klar. Wenn Menschen ohne persönliche Gemeinschaft mit Gott, bloß mit dem Gesetz, einen bestimmten Standard im Leben erreichen konnten, wie viel höher sollte unser Standard des Lebens sein, nachdem wir einmal innerhalb dieses zerrissenen Vorhanges in Gemeinschaft mit Gott selbst gekommen sind? Und doch scheinen viele Christen das nicht verstanden zu haben. Warum stellen wir beispielsweise fest oder hören, dass Christen in einige schreckliche Sünden fallen? Kannst du dir vorstellen, dass Elia oder Johannes der Täufer hinter Frauen her waren oder dem Geld nachliefen? Nein. Und doch hatten sie keine Gnade - sie hatten nicht diesen offenen Zugang ins Allerheiligste, den wir haben; und sie kamen ohne diesen Zugang zu einem solchen Leben. Wie viel mehr könnten wir ein solches Leben erreichen, wenn wir Glauben hätten und uns die Privilegien unter dem neuen Bund zu Eigen machten?

Das ist der Punkt, den Paulus hier macht: „Die Sünde soll nicht über euch herrschen, denn ihr seid nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade." Jesus sagte einmal im Matthäusevangelium, im 11. Kapitel, dass, obwohl Johannes der Täufer der größte Mensch war, der bis zu der Zeit geboren wurde, Matthäus 11,11 - Jesus sagte, dass der größte Mensch, der bis zu der Zeit geboren wurde, Johannes der Täufer war - natürlich abgesehen von ihm selbst. Er wurde nicht von einem menschlichen Vater gezeugt, daher ist Jesus selbst ausgenommen, aber unter allen anderen war Johannes der Täufer der Größte. Und dann fuhr Jesus fort und sagte: „Aber der Geringste im Himmelreich - in Gottes Reich - ist größer als er." Was er sagen wollte, war: Das Höchste, was das Gesetz für einen Menschen tun konnte, war immer noch geringer und niedriger als was die Gnade mit dem Schwächsten von Gottes Kindern tun kann. Es wird nicht einfach ein gelegentlicher Christ sein, der einen höheren Standard des Lebens als Johannes der Täufer erreichen wird. Es ist Gottes Wille, dass jedes einzelne seiner Kinder, die unter die Gnade kommen, eine höhere Ebene als Johannes der Täufer erreicht. Aber ob sie tatsächlich dieses Leben führen werden, ist etwas ganz anderes. Aber die Möglichkeit ist gegeben. Wenn sie die Gnade verstehen und empfangen, wie Gott sie uns durch unseren Herrn Jesus Christus anbietet.

Wenn wir das Wort „Barmherzigkeit" vergleichen - wir finden es z.B. in Hebräer 4, 16, wo es heißt, dass „wir mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade kommen sollten, um Barmherzigkeit zu empfangen und dort Gnade in Zeiten der Not zu finden". Und wie ich in einem früheren Studium erwähnte, gibt es einen Unterschied zwischen Barmherzigkeit und Gnade. Barmherzigkeit ist im Wesentlichen ein alttestamentliches Wort. Es ist ein Wort, das wir im Alten Testament wiederholt finden - der Herr, dessen Barmherzigkeit ewig währt. David spricht oft davon, und als Ergebnis dieser Barmherzigkeit wurden die Sünden der Menschen im Alten Testament bedeckt und vergeben. Aber sie konnten nicht gereinigt werden. David konnte bloß sagen: „Wohl dem, dem die Sünde bedeckt ist." Niemandes Sünden konnten gereinigt werden, bis Jesus am Kreuz von Golgatha starb. Aber sie konnten bedeckt werden, bis Christus kam. Sie wurden vergeben. In dem bekannten Psalm 103 sagte David: „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat, der dir alle deine Sünden vergibt …" Das war Barmherzigkeit, und wir alle brauchen diese auch. Wir brauchen Barmherzigkeit, wir benötigen die Vergebung unserer Sünden. Aber im neuen Bund gibt es mehr als das, und das ist Gnade, etwas, das mehr ist als Barmherzigkeit. Etwas, was uns in der Zukunft hilft. Etwas, um uns zu helfen, die Leidenschaften unserer Natur zu überwinden. Und es heißt hier, „wir können zum Thron der Gnade kommen und am selben Ort, wo wir Barmherzigkeit empfangen, können wir Gnade in der Zeit unserer Not finden."

Was ist nun unsere Zeit der Not? Unsere Zeit der Not ist dann, wenn wir von den Begierden unseres Fleisches unter gewaltigem Druck sind; gewaltiger Druck vom Teufel, um zu sündigen. Und in diesem Augenblick, wenn wir versucht sind, zu sündigen und zu fallen, sagt Gott: Gnade kann mir helfen, Gnade ist Hilfe. Hilfe für meine Not, welche Not es auch immer ist. Wenn meine Not jetzt gerade darin besteht, dass ich Hilfe brauche, um eine bestimmte Sünde zu überwinden, heißt es, dass die Gnade mir in meiner Zeit der Not helfen kann. Es ist so wie das Besteigen eines Berges - wenn ich in Gefahr bin, auszurutschen und zu fallen - wenn ich um Hilfe schreie, kann Gott kann mich aufheben, und befähigen, stehen zu bleiben, sodass ich nicht falle. Aber wenn ich nicht um Hilfe schreie und mit eigener Kraft weiterkämpfe, dann rutsche ich aus, falle und breche mir meine Beine, und dann bitte ich Gott um Hilfe, und ein Krankenwagen kommt und hebt mich auf. Nun, auch das ist eine Hilfe. Aber das ist Barmherzigkeit. Das wird mir zuteil, nachdem ich gefallen bin - Gott hebt mich auf, vergibt mir, bringt mich in ein Krankenhaus, verarztet mich, und stellt mich wieder her. Das ist die Erfahrung vieler Christen. Sie fallen, und dann bitten sie Gott um Hilfe. Aber gibt es nicht einen besseren Weg? Ja - es gibt Gnade, um mir in meiner Zeit der Not zu helfen.

Nun, warum tust du das nicht das nächste Mal, wenn du feststellst, dass der Druck der Versuchung so stark ist, dass du am Fallen bist? Probiere es aus und sieh, ob es nicht funktioniert. Bitte Gott in diesem Augenblick und sage: „Herr, ich bin nicht in der Lage, dieses Problem, diese Sünde, zu überwinden, ich möchte, dass du mir hilfst. Gib mir Hilfe, gib mir Gnade, um das zu überwinden." Und du wirst in diesem Augenblick sehen, dass Gnade kommt und dich hindurchträgt.


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Zac Poonen
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