Die Gemeinde wird im Neuen Testament als Haus das Gott am bauen ist, gezeigt; und in den Sprüchen 24:3 steht dass ein Haus nur mit Weisheit gebaut werden kann.
Ein Jünger wird nicht weise indem er lediglich die Schrift studiert. Dies erhöht nur sein Wissen. Es ist die Furcht des Herrn die mit der Weisheit beginnt (Spr. 9:10). Die Furcht des Herrn ist das ABC des christlichen Lebens. Jak. 3:17 sagt "die Weisheit von oben aber ist erstens rein". Daraus folgt dass alle die den Leib Christi bauen wollen, zuerst die Furcht des Herrn lernen müssen. Es muss ihnen möglich sein Anderen zu sagen: "Komm, ich lehre dich die Furcht des Herrn" (Ps. 34:10). Wir mögen treffende Lehren hervorheben, ergreifende Versuche, Anbetung und Lobpreis, Evangelisation und was auch immer. Aber wenn das Fundament der Furcht des Herrn absolut fehlend ist, wird alles was wir aufbauen eines Tages einstürzen. Die Gemeinde kann nicht mit Programmen, Aktivitäten, Geld, menschlichen Strategien oder nach den Prinzipien der Geschäftswelt aufgebaut werden. Christliche Arbeit die mit solchen Mitteln aufgebaut wird, wird menschlich gesehen gut aussehen, aber wenn Gott sie mit Feuer prüft, wird man sehen dass es nur Holz war, Heu und Stroh (1. Kor. 3:11-15).
Das Merkmal von Gottes Haus ist Selbstgericht (1. Petr. 4:17) - ein Selbstgericht ist das Resultat von einem Leben vor Gottes Angesicht. Jesaja, Hiob und Johannes sahen alle ihre eigene Nichtigkeit und Sünde als sie Gott sahen (Jes. 6:5; Hiob 42:5; Offb. 1:17).
Als Adam und Eva Gottes Heiligkeit verletzten, wurden sie aus dem Garten Eden ausgestossen. Gott setzte dann Cherubime mit flammenden Schwertern vor den Baum des Lebens um ihn zu bewachen. Dieser Baum des Lebens verkörpert das ewige Leben (die göttliche Natur) für das Jesus kam um es uns zu geben. Das Schwert versinnbildlicht das Kreuz dass unser Eigenleben töten soll bevor wir teilhaben können an der göttlichen Natur. Es ist wahr dass das Schwert zuerst auf Jesus fiel. Aber wir wurden auch mit Ihm gekreuzigt (Gal. 2:20). Und "welche aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden" (Gal. 5,24).
Wie die Cherubime müssen auch die Ältesten einer Gemeinde das Schwert handhaben und bekannt machen dass der einzige Weg zum göttlichen Leben durch den Tod des Fleisches geht. Der Weg zurück zur Gemeinschaft mit Gott ist durch dieses Schwert. Weil dieses Schwert nicht gehandhabt wird, sind viele Gemeinden heutzutage gefüllt Leuten die für Kompromisse bereit sind und die nachgelassen haben der Ausdruck einer Gemeinde Christi zu sein.
In 4. Mose 25:1 lesen wir von einer Zeit als die Israeliten begannen "Unzucht mit den Töchtern der Moabiter zu treiben". Einer der Israeliten brachte sogar eine Moabiterin in sein Zelt (Vers 6). Aber ein Priester rettete Israel in diesen Tagen vor der Zerstörung als Nation - Pinehas. Er war so eifrig für Gottes Ehre, dass er sofort einen Speer zur Hand nahm, in das Zelt hinein ging und beide, den Mann und die Frau tötete (Vers 7,8). Dann stoppte Gott die Plage (Vers 9). Aber bis dann waren schon 24000 Menschen getötet worden. Die Plage hatte sich so schnell ausgebreitet, dass wenn nicht der Tag des ‚Cherub der mit dem Schwert kämpft' gewesen wäre, sie das ganze Lager des Volkes von Israel ausgelöscht hätte.
Kannst du erkennen wie wertvoll es ist so ein ‚Cherub der mit dem Schwert kämpft' in einer Gemeinde zu haben?
Im Christentum breitet sich die Plage heutzutage schnell aus weil nicht genug Pinehas vorhanden sind die wissen wie man das Schwert gebraucht. Viel zu viele Älteste und Prediger sind menschengefällig und ermahnen uns stets ‚die Midianiter zu lieben'. Der Teufel wird uns hunderte von Argumenten geben dass wir das Schwert in unseren Gemeinden nicht gebrauchen sollten. Er wird sogar Bibelstellen gebrauchen um seine Argumente zu unterstreichen - genau wie er auch die Schrift gebrauchte bei Jesus.
Was war für Pinehas persönlich der Gewinn als er das Schwert gebrauchte? Nichts. Auf der anderen Seite hatte er viel zu verlieren - besonders den Ruf freundlich und sanft zu sein! Er würde auch zum Objekt von Verleumdung und Zorn von den Verwandten und Freunden des Mannes den er tötete, werden. Aber es war die Verherrlichung von Gott und Seinem Namen die Pinehas motivierten. Und Gott besiegelte seinen Bund mit Pinehas' Dienst indem Er sagte, "er hat mit meinem Eifer unter ihnen geeifert" (4. Mose 25:11). Am Ende zählt Gottes Besiegelung Seines Bundes als Einziges. Der Herr ging weiter und sagte von Pinehas, "siehe, ich gebe ihm meinen Bund zum Frieden…. Dass er für seinen Gott geeifert und für die Kinder Israel Sühne erwirk hat" (4. Mose 25:12,13).