Eine klare Evangeliumsbotschaft

Autor :   Zac Poonen Kategorien :   Grundlehren Suchender
Article Body: 

In dieser Botschaft möchte ich euch erklären, was es bedeutet, von neuem geboren zu werden. Was meinen Christen, was meint die Bibel, wenn es heißt, dass wir „gerettet“ werden können? In den Gottesdiensten predigen wir, allgemein gesagt, hauptsächlich über Heiligkeit und Wachstum, weil die meisten Leute, die hier sind, gerettet, wiedergeboren sind, wie ich hoffe. Aber es besteht immer die Notwendigkeit, das Evangelium der Errettung zu erklären, weil wir eine wachsende Gemeinde sind. Jedes Jahr kommen neue Leute dazu.

Und ich sage euch etwas, was ich von vielen Leuten, die in den vergangenen 32 Jahren in unsere Gemeinde gekommen sind, gehört habe. Viele von ihnen haben mir gesagt: „Wir dachten, wir wären gerettet, bevor wir hierher kamen. Aber als wir hierher kamen, entdeckten wir, dass wir nicht gerettet waren. Wir wurden gerettet, nachdem wir hierher kamen, weil wir nie wussten, was Buße war. Weil wir nie wussten, was Sünde war, bis wir hierher kamen.“

Du kannst dich nicht von Sünde abwenden, bis du weißt, was Sünde ist. Es ist ungefähr so: Wenn ich dir sage: „Stehe auf und wende dich Richtung Norden.“ Wie kannst du das tun, es sei denn du weißt, wo Süden ist. Wenn du weißt, wo Süden ist, dann kannst du dich Richtung Norden wenden. Aber wenn du nicht weißt, wo Süden oder Westen oder Osten ist, dann weißt du nicht wo Norden ist. Vielen Leuten wird gesagt, sie sollen sich Richtung Norden wenden, aber sie wissen nicht wo Süden ist. Ebenso werden viele aufgefordert, sich von Sünde abzuwenden, aber ihnen wird nicht gesagt, was Sünde ist. Oder wenn Sünde auf eine allgemeine Weise beschrieben wird wie Trinken, Rauchen, Kinobesuche, Glücksspiele usw., dann sagen viele: „Ich brauche nicht errettet zu werden, denn ich tue diese Dinge ohnehin nicht.“

So gibt es eine Menge falsches Verständnis von Buße, weil es eine Menge falsches Verständnis von Sünde gibt. Ich bin sicher, es gibt viele Leute, die dachten, sie wären gerettet, bevor sie hierher kamen. Erst als sie die Botschaft von Sünde und Buße gehört hatten, wurden sie wirklich bekehrt.

Es gibt auch einen anderen Grund: Wir leben in einer Welt, wo die Maßstäbe im Christentum enorm gesunken sind. Wenn du vor 70 oder 80 Jahren gelebt hättest oder selbst vor 50 Jahren, als ich ein Junge war, war es viel leichter, in vielen Kirchen ein klares Evangelium zu hören. Es gab Kirchen, die das Evangelium nicht predigten, und es gab Kirchen, die das Evangelium predigten. Und von denen, die das Evangelium predigten, konnte man eine klare Botschaft hören. Aber heute ist es nicht mehr so. Heute gibt es in vielen Kirchen einen Mischmasch von Kompromissen, und was man dort hört ist nicht unbedingt die Wahrheit.

Wir haben auch so viele öffentliche Versammlungen, wo Leute aufgefordert werden, an Jesus zu glauben. Aber an Jesus zu glauben bringt kein Heil, keine Errettung, wenn es keine Buße gibt. Es gibt heute viele Fernsehprogramme, wo sie mehr an deinem Geld interessiert sind – auch diese helfen einem nicht, um gerettet zu werden.

Es sind nicht nur Neue, die zu uns kommen, wir haben auch Kinder, die in unserer Gemeinde aufwachsen. Wenn diese von der Zeit an, wo sie zu verstehen beginnen, nur Predigten über Heiligkeit und Wachstum hören – dann hören sie, wie man das Gebäude baut, aber es wurde kein Fundament gelegt.

Wiedergeboren zu werden ist wie das Fundament eines Gebäudes. Wenn du das Fundament nicht legst und einfach versuchst, ein gutes Leben zu führen, dann ist das so wie jeder anderen Religion in der Welt zu folgen, die lehrt: „Führe ein gutes Leben!“ Und viele Leute finden darin eine Befriedigung, sie sagen: „Ja, ich möchte ein gutes Leben führen.“ Das sind die Mauern, die Wände, nicht das Fundament. Das Fundament ist: Du musst wiedergeboren werden, du musst zu einem neuen Leben kommen.

Als Jesus in Johannes 3 diesen Ausdruck benutzte, verwandte er ihn gegenüber einem Mann, der ein Bischof war. Viele von euch haben gesehen, wie ein Bischof aussieht – er trägt nicht das weiße Kleid von Priestern, denn er ist etwas höher im Rang. Er trägt purpurfarbene Kleider, er trägt ein Kreuz um seinen Hals und hat einen Stehkragen. Nehmen an er sitzt dort und du sagst zu ihm: „Du musst wiedergeboren werden.“ Das sagte Jesus zum Bischof Nikodemus, der wahrscheinlich 60 oder 70 Jahre alt war: „Du musst wiedergeboren werden.“

War Nikodemus ein Ehebrecher? Johannes 3,3: „Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ Nikodemus war ein Oberster der Juden, wie es in Vers 1 heißt. Ein Pharisäer, der ein sehr aufrichtiges Leben führte, der sich nicht mit Frauen herumtrieb, der nicht betrog oder solche krummen Dinge machte. Aber er war nicht wiedergeboren. Es reicht nicht aus, gut zu sein. Und zudem hatte Nikodemus die wahre Religion, er war nicht in einer falschen Religion, er hatte die richtige Bibel, das Alte Testament. Er folgte der einzig wahren Religion auf der Welt, die es damals gab. Die Religion, die Mose gelehrt hatte. Und Jesus sagte zu ihm: „Du musst von neuem geboren werden, sonst kannst du das Reich Gottes nicht sehen.“ Du kannst ein Israelit, ein Pharisäer, ein Oberster der Juden sein, ohne wiedergeboren zu sein, das ist okay. Du kannst aufstehen und vom Rednerpult aus predigen, ohne wiedergeboren zu sein, aber um in Gottes Reich zu kommen, musst du von neuem geboren werden. Du musst eine geistliche Geburt erfahren. Und er sagte in Vers 4: „Wie kann das geschehen? Kann ich zum zweiten Mal in den Schoß meiner Mutter eingehen und geboren werden?“

Du siehst hier, sein Sinn war nur auf irdische Dinge gerichtet. Wie kann ich in den Schoß meiner Mutter eingehen und ein zweites Mal geboren werden? Und Jesus sagte in Vers 6: Nein, was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch.“ Du kannst hundert Mal in den Schoß deiner Mutter eingehen und herauskommen und du wirst immer noch Fleisch sein. Das nützt nichts. Irgendeine Anzahl von Geburten dieser Art nützt nichts. „Ich spreche von einer geistlichen Geburt“, sagte Jesus – „was vom Heiligen Geist geboren ist, das ist Geist, das ist etwas Geistliches“.

Die Wiedergeburt bedeutet, dass man vom Heiligen Geist geboren wird, erklärte Jesus in Vers 6. Und in Vers 7 sagte er: „Du musst von neuem geboren werden.“ Es ist interessant, dass Jesus an dieser Stelle nicht so viele Schritte (hin zur Wiedergeburt) erklärte. Er sagte ihm einfach, dass er an einem Kreuz erhöht werden würde, um zu sterben (Vers 14). Und er sagte auch, dass Gott ihn in seiner Liebe in die Welt gesandt hat (Vers 16), um zu sterben, damit jene, die an ihn glauben, ewiges Leben haben.

In Vers 17 sagte er, dass er gekommen war, um die Welt zu retten, sodass eine solche gläubige Person am letzten Tag nicht gerichtet werden würde. Aber das Gericht besteht darin ( Vers 19): „Als er in die Welt kam, liebten die Menschen die Finsternis mehr als das Licht…“ Wer Dunkelheit liebt, möchte etwas verbergen. Wer ist der Mann, der gerne in der Finsternis wandelt und gerne Dinge in der Finsternis tut – immer jene, die etwas verbergen wollen. Wenn du nichts zu verbergen hast, wirst du dich ins Licht begeben. „Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht“, heißt es in Vers 21.

Diese Dinge sind miteinander verbunden. Wenn du wiedergeboren werden möchtest, musst du zuerst aus der Finsternis herauskommen. Das bedeutet: Versuche nicht, irgendetwas in deinem Leben zu verbergen. Ich sage nicht: „Verberge es nicht vor mir.“ Du kannst es vor mir verbergen, denn ich möchte dein vergangenes Leben nicht kennen. Aber verberge es nicht vor Gott. Komm zu Gott und sei mit ihm über alles offen. Du kannst dich nicht an alles Falsche, was du in deinem Leben getan hast erinnern. Niemand von uns kann das –, aber sage ihm alles, woran du dich erinnerst, und erkenne an, dass du ein Sünder bist. „Zum Licht zu kommen“ bedeutet ehrlich zu sein und nichts zu verbergen.

Das ist einer der ersten Schritte. Und wenn du zuerst zu Christus kommst, wirst du natürlich nicht alles über Sünde verstehen. Denn Sünde ist ein sehr großer Bereich und du magst bloß einen sehr kleinen Teil davon sehen. So wie du in Indien leben kannst und nur einen kleinen Teil von Indien siehst. Indien ist ein sehr großes Land. So ist es mit Sünde – du magst nur ein Bisschen davon sehen, aber wenn du willig bist, dich von den Dingen, die du siehst, abzuwenden, dann ist das ein Hinweis darauf, dass du dich von allen Sünden abwenden möchtest. Denn du kannst nicht aufgeben, was du nicht weißt.

Wir kommen also zuerst zum Licht. Und dann spricht die Bibel davon, „im Licht zu wandeln“. Das bedeutet, um ein Bild zu gebrauchen, in einem kleinen Teil Indiens zu leben und dann durch das ganz Land Indien zu wandern, und Schritt für Schritt das ganze Land zu sehen. Sünde ist so ähnlich – zu Beginn siehst du ein kleines Stück davon, dann reinigst du das, und dann gehst du Schritt für Schritt weiter.

Oder, um ein anderes Bild zu gebrauchen: Du gehst in ein Haus, das viele dreckige Zimmer hat, sagen wir mal tausend dreckige Zimmer. Und du wirst in diesem Haus leben – oder du möchtest, dass Jesus darin wohnt. Aber er sagt: „Du musst die Zimmer säubern, bevor ich dort wohnen kann.“ Du kannst Jesus nicht hereinbitten und in einem schmutzigen Zimmer leben lassen. So beginnst du mit einem Zimmer und reinigst es. Du reinigst es gründlich – aber das reicht noch nicht aus, denn das ganze Haus ist dreckig. Schritt für Schritt wird das Haus sauberer und sauberer. Das ist der Weg, wie wir voranschreiten – von der Wiedergeburt bis hin zur Reife in Christus. Wir sprechen jetzt nicht über diesen Prozess des Heranwachsens zur Christusähnlichkeit – wir sprechen darüber oft in der Gemeinde, wir wollen darüber sprechen, wie man ein Fundament legt und wie man wiedergeboren wird.

Ich möchte einen Vers aus Apostelgeschichte 20 vorlesen. Der Apostel Paulus war ein Mann, den Gott erwählte, um das Evangelium im 1. Jahrhundert weit zu verbreiten. Und er sagte in Apostelgeschichte 20 – er sprach zu den Ältesten –, und er sagte zu ihnen, dass er überall wo er hinkam, lesen wir Vers 20, Folgendes predigte: „Und wie ich nichts verschwiegen habe von dem, was nützlich ist, sondern es euch verkündigt und euch gelehrt habe, öffentlich und in den Häusern…“ Und was habe ich überall verkündigt? „… indem ich Juden und Griechen…“

Die Juden zur damaligen Zeit teilten die Welt in zwei Teile: Juden und Nicht-Juden. Wie in unserem Land: Die Brahmanen teilen das Land in zwei Teile: Brahmanen und Nicht-Brahmanen. Den Ausdruck, den Paulus hier gegenüber Leuten mit einem jüdischen Hintergrund benutzt ist: „Ihr habt die Welt in Juden und Nicht-Juden aufgeteilt.“ „Ich habe der ganzen Welt, Juden und Nicht-Juden, dieselbe Botschaft verkündigt, die da lautet: Die Buße zu Gott und den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus.“

Das sind die beiden Dinge, die alle hören müssen, wenn sie ein Fundament legen möchten, wenn sie wiedergeboren werden möchten. Das sind die beiden Dinge, die Gott zusammengefügt hat: „Tue Buße und glaube.“ Der Mensch hat immer zu scheiden versucht, was Gott zusammengefügt hat. Wenn du all die Ehescheidungen heute siehst – was Gott zusammengefügt hat, scheidet der Mensch. Auch hier im Evangelium hat Gott Buße und Glaube zusammengefügt und Prediger haben das getrennt. Allgemein gesprochen ist jetzt nur der Glaube übrig geblieben.

Wenn du nur Glauben hast, kannst du nicht wiedergeboren werden. Es ist genauso wie die Aussage, dass eine Frau auf sich allein gestellt kein Baby bekommen kann, egal wie sehr sie sich bemüht. Ein Mann auf sich allein gestellt kann kein Kind haben. Buße allein kann nicht das Heil bringen. Es sind ein Mann und eine Frau zusammen, die ein Kind zur Welt bringen.

Und wenn Buße und Glaube zusammenkommen, findet eine Neugeburt statt – in unserem Geist. Und das ist genauso real wie die physische Geburt. Es ist genauso real. Und das geschieht in einem Augenblick, es passiert nicht schrittweise. Es mag eine Vorbereitung darauf geben, über einen Zeitraum von Jahren oder zwei Tagen oder zwei Minuten oder einer halben Stunde. Es mag eine Zeit der Vorbereitung geben, wie ein Baby im Mutterleib, das neun Monate dort ist, aber die Geburt geschieht in einem Augenblick. Babys werden nicht über einen Zeitraum von Tagen geboren, sie kommen in einem Moment aus dem Mutterleib.

Die Neugeburt ist auch so. Aber es ist möglich, besonders bei jenen, die ein ziemlich gutes Leben geführt haben, dass sie den exakten Moment, wann sie wiedergeboren wurden, nicht kennen. Ich z.B. weiß das nicht. Ich weiß nicht genau, wann diese Transition stattfand.

Um ein Bild zu gebrauchen: Wenn ich mit dem Zug oder noch schwieriger mit dem Flugzeug von Cochin, Kerala, nach Bangalore fahre bzw. fliege, mag ich nicht den genauen Zeitpunkt wissen, wann ich die Grenze überquere. Das ist nicht wichtig, das Wichtige ist, dass ich nach Bangalore kam. Ich habe die Grenze überquert. Du kannst nicht von Cochin nach Bangalore kommen, ohne die Grenze nach Kerala zu überqueren. Aber du magst nicht den genauen Augenblick kennen. Aber du kannst nicht hierher kommen, ohne die Grenze zu überschreiten. Ebenso magst du nicht den exakten Augenblick kennen, wann die Wiedergeburt stattgefunden hat, aber es ist etwas, was in einem Augenblick stattfindet.

Oder wie eine Person, die ihren Geburtstag nicht kennt. Jemand mag seinen Geburtstag nicht kennen, aber er mag am Leben sein. Er mag lebendiger sein, als jemand, der seinen Geburtstag kennt und krank ist und im Sterben liegt. Ein Datum zu kennen ist nicht wichtig, wichtig ist, dass du die Grenze überquert hast – dass du wiedergeboren bist, und dass du dir dessen sicher bist.

Viele Menschen sind sich nicht sicher, weil sie nicht glauben, was Gottes Wort sagt. Oder dass sie nicht wirklich Buße getan haben. Ich möchte das sehr klar machen, damit ihr wenigstens versteht, was es bedeutet, wiedergeboren und gerettet zu werden, bevor ihr diese Versammlung verlasst. Auch wenn ihr tatsächlich noch nicht gerettet seid, aber es hoffentlich bald sein werdet.

Gehen wir zurück zum Fundament des christlichen Glaubens… Viele Leute sagen: Führen nicht alle Religionen zu einem Gott? Die Antwort darauf ist „Nein“. Leute sagen zu mir: „Warum bist du so engstirnig, warum sind Christen so engstirnig mit ihrer Behauptung, dass Jesus der einzige Weg ist? Warum könnt ihr nicht auch andere Religionen akzeptieren? Es sind auch alles gute Menschen, die zu Gott kommen wollen.“ Ich sage zu so jemandem: „Lasst uns ehrlich sein. Du weißt nichts über Gott. Ich weiß nichts über Gott. Wir sind Menschen, die in diese Welt hineingeboren wurden, keiner von uns hat Gott jemals gesehen. Daher ist unsere Meinung nichts wert. Wenn du nie einen Elefanten, nie ein Bild von einem Elefanten gesehen hast, wie wirst du dann wissen, wie ein Elefant aussieht? Nehmen wir an, du versuchst ein Bild von einem Tier zu malen, das du nie gesehen hast, nicht einmal ein Bild davon. Dann kannst du kein Bild davon malen, es wird falsch sein. Du magst denken, du weißt es, ich mag denken, ich wüsste es, aber wir beide werden falsch liegen. Daher sage ich: Es bringt nichts – deine Meinung und meine Meinung sind beide wertlos. Aber Jesus Christus kam vom Himmel, seine Meinung ist mehr wert. Und du sagst mir, dass Jesus derselbe ist wie alle anderen Religionen und Götter? Warte mal. Du forderst mich auf, Jesus Christus einen Lügner zu nennen, einen Verführer. Möchtest du, dass ich das tue? Du forderst mich auf, Jesus Christus einen Lügner und einen Verführer zu nennen?“ „Nein, nein, ich bitte dich nicht darum, ich bitte dich, ihn und andere Götter zu respektieren.“ „Warte mal. Jesus sagte in Johannes 14,6: „Ich bin der Weg, niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ „Ist das richtig oder falsch? Wenn es richtig ist, dann ist er der einzige Weg. Wenn es falsch ist, dann war er ein Lügner oder er war ein Verführer oder verführt. Wie soll ich ihn also nennen? Einen Lügner? Möchtest du, dass ich Jesus Christus einen Lügner nenne? Dass Jesus Christus ein Verführer ist oder dass Jesus Christus verführt war? Welches von diesen drei Bezeichnungen möchtest du ihm geben? Keine davon. Die einzig andere Alternative ist, dass er die Wahrheit sagte, die lautet: ‚Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand – niemand, niemand – kommt zum Vater als nur durch ihn.“ Ich kann nicht zu Gott kommen, außer durch Jesus Christus. Und ich erkläre euch warum.

Die Wahrheit ist immer sehr engstirnig. Viele sagen: „Warum könnt ihr nicht großzügig sein?“ In der heutigen Welt möchte jeder großzügig sein. „Meide Kontroversen mit anderen, akzeptiere alles. Ich sage 2+2=4, jemand anders sagt 2+2=3, wieder ein anderer sagt 2+2=5. Lasst uns alle akzeptieren oder wenigstens jene, die uns ziemlich nahekommen – wie jemand, der sagt, 2+2=3,9. Ein anderer 2+2=4,1. Letztere sind viel näher am richtigen Ergebnis.“ Ich sage ihnen: „Es tut mir leid. All meine Berechnungen werden falsch sein, wenn ich sage 2+2=3,9 oder 4,1 oder sogar 4,001. Die Wahrheit ist absolut: 2+2=4. „Du folgst dem auch“, würde ich zu einer solchen Person sagen. „Deine Mathematik ist unerbittlich engstirnig. Du gibst jemand anders keine Option, eine andere Auffassung zu haben. Nenne mich also nicht engstirnig. Auch du bist engstirnig.“

Wie ist es, wenn ich sage: „Die Erde dreht sich um die Sonne.“ „Nein, lasst uns auch die andere Person akzeptieren, die sagt, dass sich die Sonne um die Erde dreht. Lasst uns großzügig sein in diesen Dingen.“ Ich sage: „Du kannst diesbezüglich nicht großzügig sein. All deine Berechnungen in der Physik werden falsch sein, wenn du die Sicht dieser Person akzeptierest, die behauptet, dass sich die Sonne um die Erde dreht.“ Der andere sagt, „die Erde dreht sich um die Sonne“, und ein Dritter sagt wieder etwas anderes.

Wahrheit ist absolut, ob auf dem Gebiet der Astronomie oder Mathematik oder Chemie. H2O ist Wasser, nicht Salz. „Lasst uns die Person akzeptieren, die sagt, es sei Salz.“ „Es tut mir leid, ich kann das nicht akzeptieren. Zwei Teile Wasserstoff und ein Teil Sauerstoff ist Wasser, nicht Salz.“ So siehst du, dass die Wahrheit in allen Bereichen absolut ist, nur wenn es um den Glauben geht, sagen manche: „Nein, lasst uns großzügig sein.“

Großzügige Leute sind im Irrtum – in der Mathematik, Physik, Chemie, Astronomie und in der Religion. Aber Leute wollen in all jenen anderen Bereichen sehr engstirnig sein und erkennen nicht, dass die Wahrheit auch hier engstirnig ist. Jesus Christus sagte: „Ich bin der Weg. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ Ich sage: „Du argumentierst nicht mit mir, wenn ich das sage. Du argumentierst mit Jesus. Jesus war entweder ein Lügner oder ein Verrückter oder er war ein Verführer oder er war verführt, oder er ist Gott! Du hast die Wahl. Aber sage nicht: Er war ein guter Mensch. Wie kann er ein guter Mensch sein, wenn er eine Lüge wie diese erzählte? Sage nicht: Er ist ein Prophet. Ich bin nicht begeistert, wenn jemand sagt: Jesus war ein sehr guter Mensch.“

Bist du begeistert, wenn jemand das sagt? Das ist ungefähr dasselbe, wie zu sagen: „Dein Vater ist ein sehr netter Hund.“ Was meinst du damit, „Er ist ein sehr netter Hund“? Er ist kein böser Hund, er ist ein netter Hund. Es ist genau dasselbe, wenn du sagst: „Jesus war ein netter Mensch. Er war ein guter Prophet.“ Nein, er ist allmächtiger Gott. Mein Vater ist kein Hund. Und Jesus Christus ist kein gewöhnlicher Mensch oder Prophet.

Ich erwähne das, weil Christen manchmal begeistert sind, wenn jemand sagt, „Jesus war ein guter Mensch“. Nein, er ist Gott, der in menschlicher Gestalt kam. Wir müssen verstehen, warum das notwendig war. Einige dieser Dinge sind sehr einfach, aber wenn du sie verstehst, werden sie dir helfen.

Der christliche Glaube lehrt, dass alle Menschen Sünder sind. Wenn du als Christ zu Gott, zu Christus, kommst, kann deine Sünde nicht vergeben werden. Aber Jesus starb nicht für Christen, er starb für Sünder. Die einzige Person, die Vergebung erhalten kann, ist die, die zu Jesus kommt und sagt: „Ich bin ein Sünder.“ Jeder, der hier sitzt – wenn du zu Jesus kommst und sagst, „Ich bin ein Christ“, zu dem würde Jesus sagen: „Ich bin nicht für Christen gestorben.“ Du kannst nicht als ein Hindu, Moslem, Christ, Buddhist, Atheist, usw. zu Jesus kommen. Er sagte: „Ich bin in die Welt gekommen, um für Sünder zu sterben.“ Wenn du als ein Sünder kommst, kannst du Vergebung empfangen. Wenn du als ein Christ kommst, wirst du in deinen Sünden bleiben und sterben und in die Hölle kommen. Denn das ist die Strafe. Das ist das Erste was ich sage möchte.

Und es ist für uns sehr leicht zu wissen, dass wir Sünder sind. Gott hat dir ein Gewissen gegeben. Jeder Mensch hat ein Gewissen. Besonders Kinder, sie haben ein sehr sensibles Gewissen. Während du aufwächst, kannst du dieses Gewissen ständig abtöten, indem du alle Arten von bösen Dingen tust. Und wenn dein Gewissen dir etwas sagt, erwiderst du: „Halt das Maul, ich werde nicht auf dich hören.“ Schließlich ist unser Gewissen tot und mag nicht mehr zu uns sprechen. Aber das heißt nicht, dass du heilig wirst. Nein.

Schau dir kleine Kinder an. Wenn du in ein Haus gehst und die Wahrheit über etwas herausfinden möchtest – wen solltest du fragen? Frage den Dreijährigen. Er kann keine Lüge erzählen. Du fragst die Erwachsenen und sie erzählen dir eine Lüge, ohne eine Miene zu verziehen. Aber der Dreijährige wird dir die Wahrheit sagen. Aber wenn du weitere 15 Jahre wartest, wird dieser Dreijährige ein perfekter Lügner geworden sein. Genauso wie du und ich. Weil wir unser Gewissen töten.

Wir werden alle mit einem sehr sensiblen Gewissen geboren. Hast du die Füße eines kleinen Babys gesehen? Sie sind so weich und zart. Aber schau dir jetzt deine Füße an. Genau das geschieht auch mit unserem Gewissen – es wird hart. Wenn man die Füße des Babys mit einer kleinen Nadel sticht, wird es das spüren. Unsere Füße – einige haben so harte Füße, dass sogar ein Reißnagel sie nicht verletzen wird. Das passiert mit unserem Gewissen. Aber unser Gewissen ist Gottes Weg, um uns zu sagen: „Du tust etwas Verkehrtes.“ Du kannst es töten. Deswegen sage ich euch: Das nützlichste Geschenk, das Gott dir gegeben hat, ist das Gewissen – Jesus nannte es das „Auge des Leibes“ –, bewahre es sorgfältig. Sonst wirst du nicht in der Lage sein, zu sehen – du wirst in Finsternis leben wie ein Blinder. Je mehr du dein Gewissen tötest – es ist so wie immer wieder in deinen Augen herumzustochern, bis du nichts mehr sehen kannst.

Aber dein Gewissen sagt dir: „Du bist ein Sünder.“ Und es spielt keine Rolle – wenn du ein Baby betrachtest, wenn du all die Babys in einem Krankenhaus siehst, kannst du mir sagen, welches von ihnen ein Hindu und welches ein Christ ist? Nein, sie sind alle gleich. Sie sind alle Sünder. Wenn diese Babys aufgewachsen sind und du sie in einem Kindergarten auf dem Spielplatz spielen siehst – wer ist der Christ, wer ist der Hindu? Sie alle streiten und kämpfen miteinander. Das zeigt, dass sie alle gleich sind, wenn sie geboren werden. Aber die Eltern werden dann ein Kind in eine Kirche bringen, eines in die Moschee, eines in einen Tempel, und sie erhalten ihre eigene Religion. Deine Religion, die du hast, hast du wahrscheinlich deswegen, weil deine Eltern dich zu einem solchen Ort gebracht haben. Jesus kam nicht für religiöse Leute, er kam für Sünder. Dein Gewissen sagt dir, dass du ein Sünder bist. Du kommst zu Jesus und sagst: „Herr, ich bin ein Sünder. Ich habe so viele verkehrte Dinge getan.“

Die nächste Frage ist: Kann Gott nicht über unsere Sünden hinwegsehen? Würde ein guter Gott unsere Sünden nicht übersehen? Ist er nicht wie ein Vater? Ein Beispiel: Wenn mein Sohn hinginge und meinen Motorroller zu Schrott fahren oder das Ganze in die Luft jagen würde, und er sagt dann zu mir: „Papa, es tut mir leid“, kann ich ihm nicht vergeben? Ja, natürlich, für so etwas kann ich ihm vergeben. Oder wenn ich ihm 1000 Rupien gebe und er sie irgendwo verlieren würde, und er zu mir sagte, „Papa, vergib mir“, dann kann ich ihm vergeben. Diese Dinge sind keine moralischen Angelegenheiten. Wenn unsere Sünden nur so etwas wären – wie einen Motorroller zu Schrott zu fahren oder sogar ein Haus niederzubrennen, dann können wir ihm vergeben. Aber Sünde ist nicht so etwas – Sünde ist ein Verbrechen.

Nehmen wir an, ich wäre ein Richter. Mein Sohn steht dort (im Gerichtssaal) vor mir. Er hat ein Verbrechen begangen. Kann ich sagen: „Ich liebe dich, mein Sohn, ich werde dich nicht bestrafen.“ Sogar ein weltlicher Richter wird das nicht tun, weil er ein Gespür für Gerechtigkeit hat, nicht weil er deswegen erwischt werden würde. Einige Leute werden so etwas einfach nicht tun, weil sie ein Gespür für Gerechtigkeit haben. Und dieses Gespür für Gerechtigkeit, das er in seinem Verstand hat, ist bloß ein Bruchteil der Gerechtigkeit des vollkommenen, allmächtigen Gottes.

Wenn ich etwas Unrechtes getan habe, und Gott der Richter ist und mich anschaut, dann sagt er zu mir: „Sohn, ich liebe dich sehr, aber ich kann dich nicht gehen lassen, weil du etwas Verkehrtes getan hast.“ Aber du sagst zu diesem Richter: „Du bist sein Vater, kannst du ihn nicht einfach (ungestraft) davonkommen lassen? Es tut ihm leid.“ Egal wie sehr mein Sohn vor Gericht zu mir sagt, dass es ihm leidtut, wenn er etwas Verkehrtes getan hat, muss ich ihn bestrafen.

Sagen wir einmal, er hat eine Bank ausgeraubt oder etwas Ähnliches getan, und ich muss ihm eine Geldstrafe auferlegen. „Deine Geldstrafe ist 1 Million Rupien. Zahle die Geldstrafe oder gehe ins Gefängnis.“ Leute mögen sagen: „Was für ein strenger Vater. Er liebt seinen Sohn nicht.“ Auch der Sohn mag sich zu mir umdrehen und sagen: „Papa, du liebst mich nicht, weil du mich so bestrafst. Kannst du mich nicht davonkommen lassen, du bist der Richter, du hast alle Macht.“ „Nein, Sohn, ich bin hier dein Richter.“ Und ich unterschreibe diesen Gerichtsbeschluss: „1 Million Rupien Geldstrafe oder Gefängnis.“ Und während er traurig auf einen solch harten Richter schaut, erhebe ich mich von meinem Sitz und lege die Richterrobe ab, und geh hinunter und werde wieder ein gewöhnlicher Mensch, ziehe mein Scheckbuch heraus und stelle einen Scheck über 1 Million Rupien aus und gebe ihn meinem Sohn mit den Worten: „Hier ist das Geld. Geh und bezahle die Geldstrafe. Du bist frei.“

Kann jemand auf der Welt mich anklagen, dass ich etwas getan hätte, was nicht gerecht ist? Nein, ich gab ihm die volle Strafe des Gesetzes. Kann er mich anklagen, dass ich ihn nicht lieben würde? Nein. Ich bestrafte ihn als ein Richter, ich bezahlte die Strafe – vielleicht habe ich dafür mein Bankkonto leergeräumt. Die volle Summe von 1 Million Rupien ist weg, um sein Leben zu bewahren, sodass er nicht ins Gefängnis gehen muss, auch weil ich ihn als ein Vater liebte.

Genau das hat Gott am Kreuz getan. Er kann deine Sünde nicht übersehen – er vergibt dir nur, weil die Strafe bezahlt werden muss, aber Gott hat die Strafe selbst bezahlt.

Nun höre gut zu: Wenn Jesus Christus nicht Gott wäre, wie die Zeugen Jehovas oder einige andere Sekten sagen, und Gott ihn für unsere Sünde bestrafte, dann wäre das die größte Ungerechtigkeit gewesen.

Stimmt das nicht? Nehmen wir an, ich bestrafe dich, wenn du vor Gericht bist, und jemand anders sagt, „Ich nehme seine Strafe auf mich“. Du musst für den Mord, den du begangen hast, gehängt werden. Und deine Mutter kommt herein und sagt, „Hängt ihn nicht“, er ist ein junger Mann, bitte hängt mich. Und der Richter sagt: „Okay, du kannst statt deines Sohnes gehängt werden.“ Wie lange glaubst du, wird dieser Richter auf seinem Posten bleiben? Kann eine Mutter anstelle ihres Sohnes gehängt werden, auch wenn sie das möchte? Das wäre eine Ungerechtigkeit. Auch wenn Jesus ein hohes, geschaffenes Wesen ist, wenn du ihn für meine Sünde bestrafst, kann es nicht richtig sein.

Und zweitens kann eine Mutter nicht für eine Million Mörder sterben. Nehmen wir an, eine Million Mörder sind hier, die alle gehängt werden sollen, und eine Mutter sagt: „Kommt, hängt mich.“ „Wie kannst du die Strafe von dieser Million Menschen auf dich nehmen?“ Wenn Jesus ein geschaffenes Wesen wäre, könnte er nicht die Strafe für Millionen und Milliarden von Menschen auf sich nehmen. Unmöglich. All diese Lehren, dass Christus erschaffen wurde, und sie zitieren einige Bibelverse falsch, die sie nicht richtig verstehen. Sie denken nicht darüber nach. Was sagen sie? Sie sagen, dass du dann immer noch in deiner Sünde bist. Ich würde zu jedem Zeugen Jehovas sagen: „Du magst so nett klingen, aber du bist immer noch in deiner Sünde. Kein geschaffenes Wesen kann für deine Sünde sterben. Es tut mir leid.“ Aber Gott selber – er kann für unsere Sünde sterben, denn er ist der Richter, er ist der Regent des Universums. Er kann uns bestrafen und dann die Strafe auf sich nehmen. Das ist der Grund, warum Gott in der Person Christi vom Himmel herabkommen musste.

Und noch etwas: Wenn Gott nur eine Person, und nicht drei Personen wäre – das ist etwas anderes, was einige Christen lehren: „Gott ist nur eine Person.“ Wie in der Welt kann Gott dann hierher kommen und ein Mensch werden und immer noch Gott im Himmel sein, zu dem Jesus betete? Wisst ihr, dass es einige Christen gibt, die das glauben? Sie taufen nur im (auf den) Namen Jesu. Wisst ihr warum? Weil sie sagen, dass es keine drei Personen – Vater, Sohn und Heiliger Geist – gibt, obwohl Jesus sagte, ihr müsst in dem Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes taufen. Weil sie die Dreieinigkeit leugnen. In 1. Johannes 2 heißt es: Wenn du die Dreieinigkeit leugnest, dann hast du den Geist des Antichristen. Warum ist das so? Weil du dann leugnest, dass Gott in Gestalt eines Menschen auf die Erde kam, und die Strafe in der Gegenwart Gottes, des Vaters, der im Himmel war, auf sich nahm. Wie kann das sein, wenn Gott nur eine Person ist? Das sind bloß ein paar Dinge, die ich erwähnen wollte.

Es gibt viel falsches Verständnis, das Christen in Bezug auf die Gottheit Christi haben. Als er auf der Erde war, war er Gott, Leute beteten ihn an, und er nahm Anbetung an, was selbst Engel nicht akzeptieren, wodurch er bewies, dass er Gott ist. Als er auf Erden war, hat er seine Macht als Gott nicht benutzt, sonst hätten die Menschen ihn nicht einmal anschauen können. Am Berg der Verklärung lichtete er einmal nur für ein paar Minuten die Decke, und Petrus, Jakobus und Johannes fielen wie vom Blitz getroffen zu Boden. Wenn Jesus auf der Erde als Gott gelebt hätte, dann wären Leute vor ihm so zu Boden gefallen. Es passierte auch einmal einem römischen Soldaten, der ihn gefangen nahm. Auf einmal erhielt er einen Lichtblitz, wer er war und fiel gleich zu Boden. Aber Jesus hat diese Macht nicht benutzt. Manchmal hat er nur ganz kurz diese Decke gelüftet, nur ein- oder zweimal in seinem irdischen Leben. Sonst lebte er als ein Mensch auf Erden und benutzte keine seiner Mächte, die er als Gott hatte, weil er für uns ein Vorbild sein möchte.

So war Jesus also ganz Gott und ganz Mensch, als er auf die Erde kam. Als er am Kreuz starb, hat er die Strafe für unsere Sünde auf sich genommen. Und die Strafe für unsere Sünde ist die Ewigkeit in der Hölle. Als Jesus drei Stunden lang am Kreuz hing, machte er dort die Hölle durch. Das heißt, er wurde von Gott verlassen, was das Schrecklichste ist, was einem Menschen begegnen kann.

Denke an das schlimmste Leid, das du jemals erleiden kannst, multipliziere das 1 Million Mal, und du verstehst, was es bedeutet, von Gott verlassen zu sein. Wir stellen uns die Hölle als einen geografischen Ort irgendwo vor – vielleicht ist das so. Aber das Schlimmste an der Hölle ist, dass sie ein gottverlassener Ort ist. Es ist der einzige gottverlassene Ort im Universum. Das bedeutet, Gott ist nicht dort, und es ist schrecklich, dort zu sein, weil Gott nicht dort ist. Gott ist heute in dieser Welt. Das ist der Grund, warum Dinge sogar für Ungläubige sehr angenehm sind. Aber wenn du an den Ort kommst, wo Gott selbst seine Gegenwart zurückgezogen hat, wo all das Böse und der Teufel und die (verlorenen) Menschen sind, wenn all das voll zum Tragen kommt, dann wird das schrecklich sein. Dieses Böse ist es, was das Feuer der Hölle ausmacht, wie ich glaube. Das macht das Leben der Leute dort so elendig. Aber Jesus erlitt das, als er am Kreuz hing, drei Stunden lang von Gott verlassen, die Erde bebte, die Sonne verfinsterte sich, und alle möglichen Dinge geschahen in diesen drei Stunden. Er hing sechs Stunden am Kreuz, in den letzten drei Stunden war er von Gott verlassen, weil das der einzige Weg war, um unsere Strafe auf sich zu nehmen.

Nicht nur, indem er physisch starb, sondern am Kreuz fand ein geistlicher Tod statt. Seine Verbindung mit Gott wurde abgeschnitten. Die Bibel sagt, dass der Vater das Haupt Christi ist, und das Haupt wurde am Kreuz für die Dauer von drei Stunden abgerissen. Kannst du dir vorstellen, wie das ist, wenn dir dein Kopf abgerissen wird? In 1. Korinther 11,3 heißt es, dass der Vater das Haupt Christi ist, und das Haupt wurde am Kreuz abgerissen. Und er erlitt nicht nur für dich und für mich die Hölle, sondern für die ganze Welt.

Wie konnte ein Mensch die Strafe für die ganze Welt für alle Ewigkeit auf sich nehmen? Weil dieser Mensch Gott war. Er war unendlich. Die Strafe, die Milliarden von Menschen in alle Ewigkeit erleiden werden, konnte in einem Menschen, der Gott war (und Gott ist), auf drei Stunden konzentriert werden. Wir wissen nicht, welche Qual das war. Das ist der Preis, den er für deine und meine Sünde bezahlt hat.

Das ist das erste Fundament für unser Christentum: Christus starb für unsere Sünden. Aber das ist nicht genug. Er stand von den Toten auf. Wenn er nicht von den Toten auferstanden wäre, wäre ich kein Christ. Dann würde ich meine Zeit nicht damit verschwenden, diese Botschaft zu predigen. Seine Auferstehung von den Toten ist der Beweis, dass alles, was er auf Erden gesagt hat, wahr war. Kein Mensch starb für die Sünden der Welt, kein Mensch stand von den Toten auf. Keine Religion außer dem Christentum behauptet auch nur, dass jemand für die Sünden der Welt starb. Und keine Religion behauptet auch nur, dass jemand, der starb, nach drei Tagen wieder aus dem Grabe herauskam.

Das Fundament des christlichen Glaubens ist nicht, „Tue Gutes, sei freundlich, verletze andere nicht usw.“, sondern: Christus starb für deine Sünden und er ist von den Toten auferstanden. Wenn du diese beiden Dinge wegnimmst, dann wird das Christentum wie jede andere Religion auf der Welt. Deswegen ist das Christentum einzigartig. Du musst das verstehen. Du bist ein Sünder und du verdienst es, für alle Ewigkeit in die Hölle zu kommen, von Gott für immer verlassen zu sein. Du hast für dich selbst gelebt, du wurdest geschaffen, um zu Gott zu gehören, aber du hast für dich selbst gelebt. Und wenn du zu Gott zurückkehrst, musst du wie ein Dieb zurückkommen, der so viele Jahre lang gestohlen hat, was Gott gehört.

Wie alt bist du? 25, 30 Jahre – so viele Jahre hast du etwas gestohlen, was Gott gehört. Du kannst betrübt zu ihm zurückkehren und sagen: „Herr, ich wusste nicht, dass dir gehörte, was ich über so viele Jahre gestohlen habe. Ich möchte zu dir zurückkommen und dir mein Leben geben. Danke, Herr Jesus, dass du für mich gestorben bist. Ich glaube, du bist von den Toten auferstanden.“

Wäre er nicht von den Toten auferstanden, würde er nicht leben. Du kannst nicht zu guten Menschen beten, die tot sind. Der Apostel Paulus war ein guter Mensch, aber ich kann nicht zu ihm beten, weil sein Leib im Grab ist, und ich kann nicht mit ihm kommunizieren. Aber Jesus, der von den Toten auferstand, mit ihm kann ich sprechen.

Mehr noch, denn nachdem er von den Toten auferstand, fuhr er nach 40 Tagen in den Himmel auf, und sandte seinen Heiligen Geist. Genauso wie Gott seinen Sohn sandte, um 33 ½ Jahre lang auf dieser Erde zu wandeln, kam die dritte Person der Dreieinigkeit, der Heilige Geist, auf die Erde herab, der genauso eine wirkliche Person wie Jesus ist. Der Heilige Geist ist nicht irgendeine Kraft, nicht irgendeine Macht. Er verleiht Macht, aber er selbst ist keine Kraft. Es ist eine Person, eine wirkliche Person. Du schaust keine Person an und sagst: „Er ist eine Kraft.“ Er ist eine Person, die Kraft verleiht, wie ein König, er hat gewaltige Kraft. Der Heilige Geist ist eine Person genauso wie Jesus. Er kam auf diese Erde, aber weil er nicht in einem menschlichen Leib wie Jesus kam, sagt er zu dir: „Ich möchte einen menschlichen Leib haben – deinen.“ Es ist wunderbar. Dass der Heilige Geist kommen und diesen Leib nehmen kann, und wenn ich ihm Raum gebe, kann er in diesem Leib genauso das tun, was er in Jesu Leib getan hat als er auf Erden war.

Es ist etwas Wunderbares, ein Christ zu sein. Das fordert mich heraus. Deswegen sagt die Bibel: Wenn der Heilige Geist in dich kommt, kannst du so wandeln wie Jesus gewandelt ist. Man konnte das nicht tun, bevor der Heilige Geist kam. Davor konnte man sein Leben nur äußerlich verbessern.

Viele Christen versuchen auf diese Weise zu leben – ihr äußerliches Leben zu verbessern, ein guter Mensch zu sein, wie die Leute im Alten Testament. Das ist nicht der Weg. Egal wie viel du dich verbesserst, du wirst nie wie Jesus sein. Der Heilige Geist, Gott selbst, muss in dich kommen, und wenn du auf ihn hörst und ihm gehorchst, wirst du nicht Gott sein, aber du hast Gott in dir lebend, der dir hilft, sich so wie er zu verhalten.

Daher bin ich so beunruhigt, wenn ich so viele Leute sehe, die so viel davon reden, mit dem Heiligen Geist erfüllt zu sein, und die Lügen erzählen, zornig werden, Geld lieben – die besonders Geld lieben –, die kämpfen, Leute vor Gericht bringen und so viele Dinge. Das ist nicht der Heilige Geist, das ist ein böser Geist. Der Heilige Geist wird dich wie Jesus machen. Und vielleicht kam der Heilige Geist in dich, aber er hat dich seit langem wieder verlassen, weil du nicht auf seine Eingebungen reagiert hast. Der Heilige Geist bleibt nirgendwo, wo Leute ihn nicht haben wollen. Ich glaube das – du kannst ihn in dein Leben einladen, und wenn du nicht auf das, was er sagt, reagierst, wird er sagen: „Auf Wiedersehen, lebe dein eigenes Leben.“ Du wirst immer noch ein gutes Leben führen wie Abraham, Mose und viele andere Leute im Alten Testament, die den Heiligen Geist nicht hatten. Du lebst ein gutes Leben, aber du wirst kein Kind Gottes sein. Das ist die wunderbare Botschaft des Evangeliums, dass du umkehren und Christus durch seinen Geist in dein Herz aufnehmen kannst, sodass dein Leib nun das Haus Gottes sein kann.

Ich sprach einmal mit jemandem, der Zigaretten rauchte und fragte ihn: „Wirst du in einem Kirchengebäude rauchen?“ Er sagte: „Nein, nein, ich rauche nie in einer Kirche.“ „Warum nicht?“ „Es ist das Haus Gottes.“ Ich sagte zu ihm: „Weißt du, dass dein Leib das Haus Gottes sein sollte, nicht dieses Gebäude? Wie kannst du in Gottes Haus etwas Verkehrtes tun? Wenn du Ehebruch begehen möchtest, wirst du Ehebruch in einem Kirchengebäude begehen?“ „Nicht im Haus Gottes.“ „Wenn du Internetpornografie anschauen möchtest, wirst du es in einem Gemeindegebäude anschauen?“ „Nein, das ist ein heiliger Ort.“ Wir haben kein Verständnis darüber, was ein heiliger Ort ist. Es ist dieser Leib – er ist der Tempel Gottes. Alles, was man nicht im Inneren eines Kirchengebäudes tun kann, kannst du auch nicht hier, in deinem Leib, tun.

Warum sage ich, dass wir Acht geben müssen, wie wir diesen Leib behandeln? Die Gewohnheiten des Trinkens und Rauchens und Dinge, die diesen Leib zerstören, die Einnahme von Drogen und vieles andere. Es ist so, als ob du in ein Gemeindegebäude gingst und die Mauern und Fenster zerschlägst. Du würdest das nicht tun. Dieser Leib ist das Gemeindegebäude, das ist Gottes Haus. Zerstöre es nicht durch schlechte Essgewohnheiten, durch schlechte Gewohnheiten in deinem Leben, die diesen Tempel zerstören. Gott möchte dir durch den Heiligen Geist Kraft geben, um ein wahrer Christ zu sein.

Das bedeutet nicht, dass wir an einem Tag Vollkommenheit erreichen. Das christliche Leben ist wie ein Rennen, wie die Bibel sagt. Wiedergeboren zu werden bedeutet, dass du an die Startlinie kommst. Das ist alles. Es ist ein Marathonlauf von 70 Jahren, wo du läufst und läufst; und während du läufst, kommst du der Ziellinie näher. Aber bleibe nicht an der Startlinie stehen. Wenn du wiedergeboren bist, wenn du Jesus Christus annimmst, kommst du an die Startlinie. Alles, was es bedeutet ist, dass du umgekehrt und an die Startlinie gekommen bist – nun möchtest du laufen.

Oder um ein anderes Bild zu gebrauchen. Ich habe ein Fundament gelegt, und nun möchte ich ein Haus darauf bauen. Es ist das wunderbarste Leben, das du je führen kannst, denn wenn du den Lehren der Bibel folgst, wirst du den Berg immer höher hinaufsteigen und in deinem Leben mehr und mehr wie Christus werden. Und all die schlechten Dinge in deinem Leben werden beseitigt werden.

Was musst du also praktisch tun, um ein wahrer Christ zu werden, um wiedergeboren zu werden?

1) Als Erstes musst du anerkennen, dass du ein Sünder bist. Wie sehr du dir deiner Sünden bewusst bist – vielleicht sehr wenig, vielleicht denkst du nur an zwei oder drei Zimmer in deinem Haus, die schmutzig sind –, macht nichts. Tatsächlich ist dein ganzes Haus schmutzig, alle Zimmer deines Hauses sind schmutzig, aber vielleicht siehst du das nicht. Aber du siehst, dass es Schmutz, Sünde, in deinem Leben gibt, du hast Unrecht getan. Sogar kleine Kinder wissen, dass sie verkehrte Dinge getan haben. Das ist das Erste – erkenne das an. Komme zum Licht. Sage: „Herr, ich bin ein Sünder. Ich bin kein Christ, ich bin ein Sünder. Ich komme nicht als Christ zu dir, ich komme als Sünder zu dir.“

2) Dann erkennst du an, dass diese Sünde bestraft werden muss, dass du in die Hölle kommen musst – das ist die Strafe. Sogar für eine Sünde. Das musst du erkennen: „Herr, für meine Sünde verdiene ich die Hölle.“ Ich mag nicht so schlimm wie der Mörder oder der Dieb oder der Ehebrecher sein, aber ich habe auch gesündigt. „Ich habe dein Gesetz übertreten.“ Und die Bibel sagt, wenn du ein Gesetz gebrochen hast, dann hast du alle gebrochen.

Wenn du ein gutes Hähnchen-Curry hast, wie viele Eidechsen musst du hineingeben, um es zu verderben? Zehn? Zwanzig? Oder eine? Nehmen wir an, du hast nur eine, jemand anders hat 500 hineingegeben. Du sagst: „Mein Curry ist besser als deines.“ Auch deines ist nicht zum Verzehr geeignet.

Wie viele Tropfen Gift musst du in ein Glas Milch geben, um sie zu verderben? Einen Tropfen oder zwanzig Tropfen? Ein Tropfen genügt, um jemanden umzubringen. Eine Sünde macht dich genauso viel zum Sünder, wie jemand, der 500 oder 5 Millionen Sünden begangen hat. Diese eine Sünde ist Gift und hat dein ganzes System vergiftet.

Vergleiche dich also nicht mit anderen. Mache heute damit Schluss. „Herr, ich bin ein Sünder, ich verdiene die Hölle.“ Wenn du nicht gleich am Anfang diese Position einnimmst und glaubst, dass du ein bisschen besserer Sünder bist als der andere Kerl… „Ich habe nur zwei Eidechsen in meinem Curry, er hat zehn. Ich habe nur drei Tropfen Gift in mein Glas gegeben, er 500.“ Das sind die Christen, die nie Fortschritt machen. 20 Jahre später werden sie immer noch so sein. Das ist jämmerlich.

Wenn du in deinem Leben einen guten Start haben möchtest, dann erkenne an, dass du dich nicht vom schlimmsten Sünder in der Welt unterscheidest. „Ich bin genauso schuldig wie alle anderen, auch wenn ich nicht so viele Tropfen von Gift hineingegeben habe wie sie. Aber ich verdiene die Hölle.“

Ich sage euch: Das habe ich getan, und es hat mein Leben radikal verändert. Ich kenne viele Menschen, in CFC und an anderen Orten, die in ihrem ganzen Leben nie an diesen Punkt gekommen sind. Du siehst sie 20 Jahre später und sie glauben immer noch, dass sie besser sind als jemand anders. Sie wachsen geistlich nicht. Möchtest du so sein oder möchtest du von Anfang an ein radikaler, ernsthafter Christ sein? Sei kein Bummler. Das ist wichtig.

„Herr, ich verdiene die Hölle. Aber ich weiß von ganzem Herzen, dass du für mich gestorben bist. Es war meine Sünde, die dich gekreuzigt hat. Du starbst wegen meiner Sünde. Daher möchte ich Sünde in meinem Leben hassen, weil du dort am Kreuz gestorben bist, und ich glaube mit meinem ganzen Herzen, dass du der Sohn Gottes bist, du bist von den Toten auferstanden. Ich möchte, dass du in mein Leben kommst. Regiere mein Leben, sei mein Herr. Ich möchte, dass du mir deinen Geist gibst, um in mir zu wohnen, ich möchte wiedergeboren werden.“ Dann kannst du vom Heiligen Geist geboren werden. Weil Gottes Wort in Johannes 1,12 sagt: „Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“ Wenn ich ihn aufnehme, gibt er mir das Recht, ein Kind Gottes zu sein.

Glaube bedeutet eine Verpflichtung, eine Hingabe von mir selbst, nicht einfach nur glauben. Du kannst an jemand glauben, aber du magst dich ihm nicht hingeben. Es ist so, wie wenn man eine Frau bei der Hochzeit, bei der Trauungszeremonie, fragt: „Bist du willig, dich diesem Mann hinzugeben?“ Das ist Glaube. Nehmen wir an, sie sagt: „Ja, ich glaube, er ist ein guter Mensch, in der Tat, ein sehr guter Mensch. Aber ob ich ihn heiraten möchte? Darüber muss ich noch nachdenken.“ Dann kann sie nicht verheiratet werden. Welche Wahl trifft diese Frau, wenn sie heiratet? Sie sagt: „Ich werde meinen Namen von heute ab ändern – ich werde Frau Soundso heißen. Ich werde nicht mehr bei meinen Eltern leben, ich werde bei diesem Mann leben. Ich weiß nicht, wohin er mich führen wird, aber ich werde mit ihm gehen.“ Das ist wahres Christentum.

Wisst ihr, was das Wort „Christ“ bedeutet? Wenn ich es mit Ehrfurcht sagen kann – es ist wie die Bezeichnung „Frau Christus“. Ich bin die Ehe eingegangen. Wann hat meine Frau meinen Namen angenommen? Als sie mit mir verheiratet wurde. Du kannst Christi Namen nicht annehmen, bis du mit ihm verheiratet bist. Natürlich können so viele Menschen herumgehen und sagen, sie seien Frau Poonen, aber sie sind es nicht. So viele Menschen können herumgehen und sagen, dass sie Christen seien – aber sie sind es nicht. Bist du (mit Christus) verheiratet? Dann kannst du seinen Namen annehmen. Hast du dich ihm ausgeliefert, ihm hingegeben? Hast du gesagt, „Ich gehöre jetzt dir“? Nicht nur für ein oder zwei Tage. Leute heiraten nicht für ein oder zwei Tage, sie trudeln nicht in das Haus dieses Mannes hinein und wieder hinaus. So viele Leute sind so und meinen, sie seien Christen. Sie sind keine Christen. Ein Christ hat sich hingegeben. Glaube bedeutet das – die Bedeutung von Glaube ist: Ich habe mich von diesem Tag an völlig dieser Person hingegeben.

Ich bitte euch nicht um irgendeine halbherzige Hingabe – völlige Hingabe ist erforderlich. Wenn du nicht verheiratet werden möchtest, dann geh nach Hause und denke darüber nach. Komm dann morgen oder 10 Jahre später – oder wann immer du bereit bist – zurück, wenn du Christus völlig hingegeben bist. Das lehren wir in dieser Gemeinde.

Das bedeutet nicht, dass du vollkommen bist. Du magst etwas Falsches tun – dein Ehemann wird dir vergeben, aber du wirst mit ihm zusammenleben. Wenn eine Frau die Ehe eingeht, sagt sie nicht: „Ich verspreche dir, dass ich von heute an nie etwas Falsches tun werde. Nein, ich mag 101 Dinge falsch machen, aber ich werde für den Rest meines Lebens bei dir bleiben.“ Das ist es, was sie sagt. Ich sage nicht, dass ich nie mehr etwas falsch machen werde, ich sage: „Ich möchte für den Rest meines Lebens Christus völlig und dauerhaft verpflichtet sein.“ Du kannst das heute schon sein.

Dann können wir uns taufen lassen. Die Taufe ist wie eine Heiratsurkunde. Du kannst nicht verheiratet werden, nur weil du eine Heiratsurkunde hast – richtig? Du kannst kein Christ werden, bloß weil du dich taufen lässt. Nachdem du die Ehe eingegangen bist, erhältst du die Heiratsurkunde. Nachdem wir uns Christus hingegeben haben, lassen wir uns taufen, was wie ein Zeugnis ist, das besagt: „Ich habe mit meinem alten Leben abgeschlossen. Nun gehöre ich Jesus, er ist mein Herr, mein Bräutigam, mein Ehemann. Ich werde für immer mit ihm leben.“

Mann und Frau, wenn sie gute Ehemänner und Ehefrauen sind, werden viel miteinander reden. Und das ist es, was wir von diesem Tag an mit Jesus tun müssen – mit ihm sprechen, auf ihn hören, wenn er durch die Bibel zu uns spricht. Und eine gute Frau wird nie irgendetwas tun, was ihr Ehemann nicht mag. Denke an einen Mann und eine Frau, die sich wirklich lieben, und die Frau sagt: „Ich möchte diesen Film anschauen.“ Und der Ehemann sagt: „Das ist kein guter Film.“ Sie entgegnet ihm: „Es ist mir egal, was du sagst, ich werde ihn anschauen. Ich sitze in meinem Zimmer und schaue ihn mir allein an.“ Glaubst du, dass sie eine glückliche Ehe haben werden? Sag mir. Die Christen, die heute Filme anschauen, die Jesus nie anschauen würde – sie haben Jesus aus dem Haus geschickt. „Herr, gehe von hier weg, wir schauen uns etwas an, was du nicht sehen solltest.“ Sie erkennen das nicht. Und das ist der Grund, dass das, was solche Leute haben, Religion ist, nicht Christus. Gott möchte sie mächtig für sein Reich gebrauchen, aber er kann sie nicht gebrauchen. Weil ihr Christentum in Schüben abläuft – am Sonntagmorgen sind sie verheiratet, sie leben mit ihrem Ehemann zusammen und sagen: „Herr, ich liebe dich so sehr, du bist der Größte, du bist der Wunderbarste usw.“, wie wir das in den Liedern singen. Aber am Montag beförderst du ihn aus dem Haus hinaus. Am nächsten Sonntag kommst du dann wieder zurück. Auf diese Weise leben viele Christen. Ich möchte euch nicht zu einer solchen Ehe einladen. Lass andere Leute auf diese Weise leben. Was dein Ehemann nicht mag, wirst du von heute an nicht mehr tun.

Möchtest du ein solches Christentum haben? Wenn nicht: Es gibt viele Gemeinden in Bangalore, die dir einen einfacheren Weg anbieten. Was aber nicht die Wahrheit sein wird. Und du wirst dein Leben riskieren, du wirst deine Ewigkeit riskieren, indem du auf etwas hörst, was einfach falsch ist. Die Wahrheit mag schwierig sein, aber Gott wird dir helfen, ihr zu folgen. Er wird dir nie etwas zu tun befehlen, bei dem er nicht selber Hand anlegen und dir helfen wird, es zu tun. Aber es ist das wunderbarste Leben, das du je führen kannst, das sage ich dir.

Ich fing vor 47 Jahren an, dieses Leben zu führen, und ich habe keinerlei Bedauern. Mein einziges Bedauern ist: Ich wünschte, ich hätte schon früher damit angefangen. Es ist das wunderbarste Leben, das du je führen kannst. Du wirst nicht viele Menschen finden, die dieses Leben führen. Viele, die sich Christen nennen, auch jene, die sagen, dass sie wiedergeboren und mit dem Heiligen Geist erfüllt sind und das alles – du wirst nicht sehen, dass sie ihren Ehemann lieben. Ich sehe nicht, dass solche Frauen zu ihren Männern sagen werden: „Ich werde niemals etwas tun, was du nicht magst.“ Ich versuche stets zu Jesus zu sagen: „Herr, ich werde niemals tun, was du nicht magst. Ich werde nie reden, was du nicht magst.“ Denn ich sage euch, ich liebe meinen Ehemann.

Ich möchte euch einladen, meine Freunde, auf diese Weise gegenüber Jesus Christus zu antworten. Indem du ihm heute dein Leben vollständig hingibst.

Kannst du sicher sein, dass du wiedergeboren bist? In Römer 8,16 heißt es: „Der Heilige Geist selbst gibt Zeugnis deinem Geist, dass du ein Kind Gottes bist.“ Du hast einen Geist, der dir sagt: „Du bist ein Kind Gottes.“ Der Heilige Geist wird zu deinem Geist sagen: „Du bist ein Kind Gottes.“ Ich kann mit dir beten oder du kannst selber beten: „Herr Jesus, komm in mein Herz, komm in mein Leben.“ Aber ich werde dir nicht sagen: „Du bist ein Kind Gottes.“ Ich überlasse das dem Heiligen Geist. Es ist besser, dass er dir das sagt. Du liest Gottes Wort und der Heilige Geist wird kommen und dir das sagen: „Du bist ein Kind Gottes.“

Wenn die Zeit voranschreitet wirst du deinen Ehemann immer besser kennenlernen. Ich kenne Jesus heute so gut. Ich bin nie einsam. Ich kann nicht einsam sein, denn ich kann nicht an einen Ort gehen, wo er nicht anwesend ist. Es gibt kein Problem, das ich ihm nicht anvertrauen kann. Es ist ein wunderbares Leben. Es ist das beste Leben, es ist die Art und Weise, wie der Mensch nach Gottes Willen leben sollte. Ein Leben voller Freude, ein Leben frei von Sorge und Angst, weil ich meine Zukunft in seine Hände lege und sage: „Herr, du hältst die Zukunft in deinen Händen, führe mich. Ich möchte deine Hand festhalten und nur dorthin gehen, wo du hingehst.“

Ich sage euch: Die meisten wiedergeborenen Christen leben nicht auf diese Weise. Mache sie dir nicht zu deinem Vorbild. Halte nach den Wenigen Ausschau, die so leben. Mache sie zu deinen Vorbildern. Dann wird dein Leben wunderbar sein und Gott wird dich zu einem Segen für andere machen.

Verneigen wir uns nun zum Gebet.

Während wir uns im Gebet verneigen, könnt ihr ein einfaches Gebet sprechen, ihr könnt sitzen bleiben: „Herr Jesus, ich bin ein Sünder. Ich erkenne das an. Ich mag nicht so schlimm sein wie andere, aber ich verdiene die Hölle. Danke, dass du für mich gestorben bist. Ich wusste bis heute nie, wie sehr du mich geliebt hast, sodass du meine Strafe auf dich genommen hast. Du starbst und erlittest am Kreuz die Hölle für meine Sünde. Hilf mir, Sünde zu hassen. Ich möchte, dass du in mein Leben kommst und Herr meines Lebens bist. Sei der Herrscher meines Lebens. Ich möchte, dass dein Geist in mein Inneres kommt. Gib mir eine neue Geburt. Ich glaube, dass du von den Toten auferstanden bist und heute lebst – deswegen kannst du mich hören. Ich nehme deine Gabe der Vergebung umsonst in Empfang. Ich vergebe jedem, der mir Schaden zugefügt hat. Hilf mir, Herr, ihnen zu vergeben. Ich möchte mich in meinem Leben von allem abwenden, von dem ich weiß, dass es Sünde ist. Von allen Dingen, von denen ich weiß, dass es dir missfällt. Ich möchte nichts tun, was du nicht magst. Herr, ich möchte in meinem Leben keine Gewohnheit haben, wo du fortgehen und sagen musst: „Ich mag das nicht.“ Ich möchte dir von heute an gefallen. Hilf mir, Herr. Ich glaube, dass du mich angenommen hast. Höre auf diese Worte Jesu: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ Glaube das. Heute, Herr Jesus, glaube ich. Diejenigen von euch, die sich nicht sicher sind: Glaubt Gottes Wort. Wenn du deinen Teil getan hast, hat er seinen Teil getan. Es spielt keine Rolle, ob du das Datum kennst. Vielleicht wurdest du vor 10 Jahren gerettet oder jetzt – aber du bist dir heute sicher: Jesus hat dich angenommen. Du hast Vergebung empfangen. Du wirst ein Kind Gottes sein. Nun brauchst du Gemeinschaft, du musst mit Gottes Volk zusammen sein, du brauchst die Nahrung von Gottes Wort. Du brauchst Kraft, du musst mit dem Heiligen Geist erfüllt werden. Bete zu Gott, er wird dir all das geben. Suche Gemeinschaft mit Gottes Volk. Versuche, dieses Leben nicht allein zu führen. Ein Kind kann nicht allein leben, es braucht Gemeinschaft, es braucht Hilfe, während es aufwächst. Suche Gemeinschaft in einer guten Gemeinde.

Du kannst diese Entscheidung in deinem Herzen treffen. Und wenn du Hilfe haben möchtest, kannst du nach der Versammlung mit Leuten hier sprechen, die dir helfen werden.

Himmlischer Vater, für jene, die dir JETZT in ihrem Herzen antworten: Ich bete, dass in diesem Augenblick ein Wunder in ihrem Herzen geschehen möge – ein Wunder der Errettung und eine Neugeburt. Gib ihnen echte Buße, echten Glauben, dass sie dir vertrauen und mit dem Heiligen Geist erfüllt werden. Gib ihnen einen Hunger, mit Gottes Heiligem Geist und Kraft erfüllt zu werden. Einen Hunger nach Gemeinschaft und danach, dein Wort zu lesen. Segne sie, so beten wir, in Jesu Namen. Amen.

Originalartikel: A Clear Gospel Message

Siehe die Videobotschaft unter

https://www.youtube.com/watch? v=tLMXvA-YsUI